Hintergründe der Attacke in der JVA Waldeck noch völlig unklar : Häftling außer Lebensgefahr

Der Strafgefangene, der am Donnerstag von Mitinsassen in der JVA Waldeck niedergestochen worden ist, befindet sich außer Lebensgefahr.

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02. Mai 2011, 07:43 Uhr

Waldeck | Der Strafgefangene, der am Donnerstagabend von Mitinsassen in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Waldeck niedergestochen worden ist, befindet sich außer Lebensgefahr. Er war wegen der Schwere der Verletzungen in die Rostocker Universitätsklinik eingeliefert und dort noch in der Nacht notoperiert worden.

"Wir haben die Ermittlungen aufgenommen", sagt Maureen Wiechmann, Sprecherin der Rostocker Staatsanwaltschaft. Unter dringendem Tatverdacht stehen zwei Häftlinge, die im Bereich Schwerin zu ihrer Gefängnisstrafe verurteilt wurden und diese nun in Waldeck absitzen. Die beiden Russlanddeutschen sollen ihr Opfer mit mehreren Stichen in den Rücken verletzt haben. Die vermutliche Tatwaffe konnte von den Justizvollzugsbeamten anschließend sichergestellt werden. "Ob sie spe ziell bearbeitet worden ist, können wir noch nicht sagen", sagt Wiechmann.

Vermutlich stammt die Waffe aus der Gemeinschaftsküche des Zellenblocks, wo sich der Vorfall während des Aufschlusses um 19.40 Uhr ereignete. Zum Motiv kann die Staatsanwaltschaft noch keine Angaben machen. "Es könnte um irgendwelche Schutzgelder oder Geschäfte gehen - da kann man erst mal nur spekulieren", so Wiechmann. Auch, ob die Tat im Zusammenhang mit den zuvor verübten Straftaten stehen könnte, ist bislang unklar. Denn warum die Beteiligten einsitzen, konnte die Staatsanwaltschaft noch nicht in Erfahrung bringen. Den Tätern droht nun eine neue Anklage wegen versuchten Totschlags, mindestens aber wegen Körperverletzung. Ihre Haft könnte sich deswegen verlängern.

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