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Lokales

21. November 2017 | 09:25 Uhr

Gutes Gefühl hinter sicherer Mauer

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erstellt am 24.Jan.2011 | 05:47 Uhr

Boizenburg | 691 Zentimeter stand im Verlauf des Sonntags zeitweise auf der elektronischen Anzeige am Boizenburger Hafenkopf zu lesen. Auch wenn Bürgermeister Harald Jäschke meinte, dass die Anlage ein wenig übertreiben würde, ein Wasserstand in dieser Höhe war hier noch nie zuvor gemessen worden. Mit der steigenden Flut schien sich auch die Anzahl der Schaulustigen zu erhöhen. In Scharen strömten Eltern mit ihren Kindern sowie Großeltern mit ihren Enkeln herbei.

Zwischen ihnen und den Wassermassen im Hafenbecken befand sich lediglich eine Mauer, die wegen des sicheren Gefühls, das von ihr ausging, von allen Seiten Lob in den höchsten Tönen erhielt. Die Menschen gerieten regelrecht ins Schwärmen und sprachen begeistert von der schönsten Mauer in Boizenburg. Gut, dass sie da ist, lautete am Abend auch der Tenor von Till Backhaus.

Der Minister hatte sich gemeinsam mit Landrat Rolf Christiansen auf eine Tour entlang der Elbe gemacht, um sich einen Überblick über die aktuelle Hochwassersituation zu verschaffen. Den erhielten sie in Boizenburg von Hermann Burmester vom Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) und Bürgermeister Harald Jäschke. Die Rekordflut von 2011 weckte bei ihnen Erinnerungen an den 13. August 2004. Der Tag des Mauerbaus sei, wie Backhaus sagte, da bewusst ausgewählt worden, um ganz groß ein besonderes Ereignis zu feiern. Mit einem Volksfest erfolgte die Übergabe des fertig gestellten Hafenforums. Sein Herzstück ist die Mauer, die bereits zu Ostern 2006 ihre Bewährungsprobe bestand, als der Pegel immerhin 674 Zentimeter erreichte. Auch bei der neuen Rekordmarke gab sie Sicherheit.

Seit der Wende sind landesweit rund 75 Millionen Euro in den Hochwasserschutz investiert worden, sagte Backhaus und bezeichnete das als sehr gut angelegte Förder- und Steuergelder. Für eine Entwarnung sei es, wie der Minister meinte, noch zu früh. Das Wasser fließt nur sehr langsam ab und drückt auf die Deiche, begründete er die anhaltenden Schutz- und Verteidigungsmaßnahmen.

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