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Lokales

17. August 2017 | 23:34 Uhr

Guter Schlussverkauf in der Prignitz

vom

Prignitz | Was den Sommerschlussverkauf angeht, muss man nicht unbedingt in die Großstädte fahren. Die Schnäppchen, so Heike Lenzky, Filialleiterin des Kaufhauses Nessler in Wittenberge, seien abseits der großen Shopping-Tempel mindestens genauso gut, wenn nicht noch besser. "Zwischen 30 und 50 Prozent können Kunden beispielsweise bei Markenware sparen." Restbestände seien noch da. "Wir hoffen auf gutes Wetter im August, damit wir das Lager für die Herbstkollektionen räumen können", so Lenzky in einem Gespräch mit dem "Prignitzer".

Das heiße Sommerwetter im Juli spielte den Einzelhändlern in Berlin und Brandenburg in die Karten. Sie sind zufrieden mit dem diesjährigen Sommerschlussverkauf (SSV). "Die Lager konnten seit dem Start am 26. Juli gut geräumt werden. Damit ist das Hauptziel erfüllt", sagt Klaus Fischer vom Handelsverband Berlin-Brandenburg der Nachrichtenagentur dpa. Vor allem kurze Hosen, T-Shirts, Badeartikel und Sommerschuhe waren bei den Kunden sehr beliebt.

Seit dem Wegfall der gesetzlichen Beschränkungen von Rabattaktionen im Jahr 2004 bringe der Schlussverkauf den Händlern keine so großen Gewinne mehr. Bei den freiwilligen Aktionen wollen vor allem die Textilhändler ihre Lager für die kommende Saison leer bekommen.

Das bestätigt Kerstin Pelen, Inhaberin des Sport-Mode-Treffs in Wittenberge. "Wir machen immer bei den Schlussverkäufen mit. Im Vordergrund steht dabei tatsächlich, das Sommerlager leerzuräumen." Auch Pelen ist zufrieden mit dem SSV: "Insbesondere der Juli war sehr gut.". Jetzt allerdings seien eher Übergangsjacken gefragt, auch der bevorstehende Schulbeginn sei ein wichtiges Verkaufsthema, so Kerstin Pelen. Beschweren kann sich auch Heike Bayer nicht: Sie betreibt mit ihrem Mann jeweils zwei Modegeschäfte in Perleberg und Wittenberge. "Im Juli spielte das Wetter wirklich super mit", so Bayer. Allerdings sei die Schlussverkaufs-Zeit auch immer sehr schnell vorbei. "Das bricht nach zirka drei, vier Wochen ab", verdeutlicht Heike Bayer.

Seit der Neuregelung der Schlussverkäufe vor sechs Jahren gestalten die meisten Händler die Rabattaktionen individuell und bieten je nach Wetterverlauf auch in den nächsten Wochen noch günstige Sommerartikel an. Das unterstreichen auch die meisten der vom "Prignitzer" befragten Händler. Dabei bestätigen Ausnahmen die Regel: In der Boutique Moni K. in Pritz walk gibt es kaum noch Sommersachen. "Der ganz normale Verkauf lief, auch auf Grund des tollen Wetters, so gut, dass ich keinen Sommerschlussverkauf in diesem Sinne angeboten habe. Es ist fast alles raus", sagt Inhaberin Monika Gnad.

In diesem Jahr haben in Berlin und Brandenburg erneut etwa zwei Drittel aller Einzelhändler am Sommerschlussverkauf teilgenommen. Dabei gab es Preisabschläge auf einzelne Waren von bis zu 70 Prozent.

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erstellt am 17.Aug.2010 | 07:37 Uhr

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