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Lokales

23. November 2017 | 06:49 Uhr

Gute Noten für den Wachstumskern

vom

svz.de von
erstellt am 12.Jan.2011 | 07:09 Uhr

Prignitz/Potsdam | Voraussichtlich im Februar wird unter www.wachstumskerne.brandenburg.de die Neuausrichtung der brandenburgischen Förderpolitik auf Regionale Wachstumskerne (RWK) abrufbar sein. So die Auskunft der Potsdamer Staatskanzlei. Der Brandenburger Landtag hatte die Landesregierung aufgefordert, 2010 eine RWK-Wirkungs- und Statusevaluierung vorzubereiten. Mit Hilfe eines Qualitätsmaßstabes wurden die RWK-Maßnahmen überprüft. Beauftragt wurde damit die Regionomica GmbH in Kooperation mit der Ernst Basler + Partner GmbH.

Deren unserer Redaktion vorliegender 2. Prüfbericht bescheinigt dem RWK Perleberg-Wittenberge-Karstädt "ein sehr hohes Aktivitätsniveau". Hervorzuheben sei die breite Ausrichtung der Aktivitäten und Maßnahmen. Als beispielhaft werden Projekte im Bereich der weichen Standortfaktoren wie im Bildungs-, sozialen und Kulturbereich genannt. Die Wirtschaft spiele "im Rahmen der Wirtschaftsinitiative Westprignitz (WIW) eine herausgehobene Rolle für die Entstehung und Entwicklung dieses RWK. Mit mittlerweile mehr als 100 Mitgliedern steht die Initiative für viele klein- und mittelständische Unternehmen, aber immer mehr auch für größere Unternehmensstrukturen in der Prignitz", heißt es. Und man verstehe sich "als sehr aktiver Interessensvertreter der Wirtschaft". So konnte beispielsweise die Anfang 2010 erwogene Verlagerungen von Ausbildungsprüfungen im Elektrohandwerk gemeinsam mit anderen Partnern verhindert werden.

Besonders hervorgehoben wird auch, dass die Kommunen sehr frühzeitig gemeinsame Strategien und Projekte entwickelt hätten und beispielgebend auch die RWK-Koordination finanzierten. Vor dem RWK-Prozess habe es eher eine unsystematische Kooperation gegeben. Jetzt sei man soweit, dass die gemeinsamen Projekte wie der Wittenberger Hafen, der Sozialpass, das Engagement für die B 189 oder den Bau der Autobahn 14 auf die gesamte Region ausstrahlten.

Kein Wunder, dass man in der Prignitz mit dieser Einschätzung zufrieden ist, wie RWK-Sprecher Lutz Lange betont. Er bestätigt, dass "der Weg richtig war, uns breit aufzustellen, die Wirtschaft ebenso im Blick zu haben wie Kultur- und Sport, Bildung und Wissenschaft, Tourismus, Gesundheit und Soziales sowie die räumliche Entwicklung". Eine ebenso richtige Entscheidung sei es gewesen, eine Koordinierungsstelle einzurichten, "wenn man als Mehrling fungiert. Nicht wenige RWK haben sich das abgeschaut."

Bleibt nun abzuwarten, welche Rückschlüsse die Landesregierung zieht. Im 2. Prüfbericht heißt es jedenfalls, dass die Maßnahmenableitung in den RWK sehr stark von den örtlichen und regionalen Gegebenheiten, des wirtschaftlichen Profils und der bereits in der Vergangenheit eingeschlagenen Infrastrukturentwicklung abhänge. Das erschwere eine "vergleichende" Evaluation.


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