Gute Nerven im Kampf um Sekunden

Ulf Bennöhr, Peter Sturm und Mike Pätzig, stellvertretender Ortswehrführer von Grabow  (v.r.n.l.) , beim Sichten der Bordbücher und Fahrzeugunterlagen. Thorsten Meier
Ulf Bennöhr, Peter Sturm und Mike Pätzig, stellvertretender Ortswehrführer von Grabow (v.r.n.l.) , beim Sichten der Bordbücher und Fahrzeugunterlagen. Thorsten Meier

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23. März 2010, 06:10 Uhr

Grabow | Wird die jederzeitige Einsatzbereitschaft der Feuerwehren durch ein funktionierendes Diensthabendensystem gesichert? Werden Dienstpläne und Diensttagebuch geführt? Sind alle aktiven Angehörigen der Feuerwehren mit kompletter Einsatzbekleidung nach der DIN/EU-Norm ausgestattet ? Sind die prüfpflichtigen Gerätschaften und Ausrüstungsteile der Feuerwehr nachweisbar geprüft? Mit welcher Note wird der Ordnungs-und Sauberkeitszustand der Gerätehäuser eingeschätzt? Entspricht die personelle Stärke der Feuerwehr-Mindeststärkenvorschrift?

Zwei Stunden lang auf Herz und Nieren geprüft

Das sind nur einige der zahlreichen Fragen, mit denen sich kürzlich die seit 1921 existierende Grabower Feuerwehr, die von Ortswehrführer Ulf Bennöhr befehligt wird, sowie die Wanzlitzer Wehr unter Oberbrandmeister Wolfgang Krause zwei Stunden lang auseinander setzen mussten. Denn der ehemalige Wehrführer der Eldestadt Bernd Rüsch hatte noch während seiner Amtszeit die Überprüfung seiner 53 aktiven Kameraden zur Leistungsbewertung für die "Ehrenschleife des Kreisfeuerwehrverbandes" eingereicht. Ulf Bennöhr, der als neuer Ortswehrführer von Rüsch den Staffelstab überreicht bekommen hatte, sah sich kürzlich in der Pflicht, seine Mitstreiter und sich selbst den gestrengen Blicken der sechsköpfigen Bewertungskommission auszusetzen. "Auch die Jugendfeuerwehr mit ihren 16 Mitgliedern unter Leitung von Kamerad Steffen Hoffmann wurde überprüft", erklärte der Oberbrandmeister. Insgesamt steht der 41-Jährige derzeit 61 Kameraden als Chef vor.

Der Kreisfeuerwehrverband hatte nach Eingang des Antrages die Zulassungsvoraussetzungen geprüft und dieser Tage eine Überprüfung der theoretischen Kenntnisse der Einsatzgruppe sowie eine praktische Übung angeordnet.

"Wir überprüfen alles, was im Feuerwehrdienst ausgebildet wird und mit ihm in technischem Zusammenhang steht", sagte der Ehrenamtsführer aus Dömitz-Malliß Peter Sturm von der Bewertungskommission, während er als Ehrenmitglied des Kreisfeuerwehrverbandes unter anderem Bordbücher, Fahrzeugtechnik, Bekleidung und Unfallverhütung kontrollierte.

Heiko Dübel, Kreiswehrführer und Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Ludwigslust, zeigte sich anschließend sichtlich zufrieden: "Beide Wehren haben ihre Leistungen in vollem Umfang bestätigt, in Theorie sowie Praxis", freute sich der 1. Kreisbrandmeister. "Am kommenden Freitag, dem 26. März, werden die Kameraden also mit berechtigtem Stolz auf der Jahreshauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes im Ludwigsluster Landratsamt die Ehrenschleifen in Empfang nehmen können."

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