Gute Geldanlage für die Hagenower

Die Regenbogenstiftung will vor allem in Hagenow und Umgebung segensreich wirken.
Die Regenbogenstiftung will vor allem in Hagenow und Umgebung segensreich wirken.

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22. Mai 2010, 01:57 Uhr

Hagenow | Es gibt Geschichten, die würde man in anderen Gegenden eher vermuten als bei uns. Die von der evangelischen Stiftung mit dem schönen aber auch ernst gemeinten Namen "Regenbogen" ist so eine. Ihr Anfang geht auf ein trauriges Ereignis vor drei Jahren zurück. Damals starb mit Irmgard Voß nicht nur eine bekannte Hagenowerin sondern auch eine bekennende Christin, die über viele Jahre zu den ganz Aktiven in der Kirchgemeinde gehörte. Sie hinterließ der Gemeinde eine nicht unbeträchtliche Summe. Das Ganze war mit dem Wunsch verbunden, damit etwas für die Senioren und die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu tun.

Die Nachlassverwalter von der Kirchgemeinde entschlossen sich zu einem eleganten Schritt und gründeten eine Stiftung. Der Vorteil: Verwendet werden nur die Gewinne des angelegten Geldes, das Grundkapital wird hingegen nicht angetastet. Nun, nachdem drei Jahre vergangen sind, ist die Gewinnsumme zum ersten Mal in den Bereich gewachsen, in dem eine Verwendung sinnvoll scheint. Es geht um derzeit 200 Euro im Jahr, die zur Verfügung stünden.

"Wir wenden uns nun an die Öffentlichkeit, weil wir alle zusammen auf der Suche sind nach Projekten und Vorhaben, die es wert sind, unterstützt zu werden", erklärte Christian Jessel, der zum Stiftungsrat gehört. Allerdings müsste das Projekt schon etwas mit Hagenow und seiner Umgebung zu tun haben und auch etwas Besonderes markieren. "Ansonsten sind wir da völlig frei und können als Stiftungsrat auch darüber entscheiden, was mit dem Geld geschieht."

Das kann natürlich auch bedeuten, dass das Geld in diesem Jahr nicht ausgegeben wird und somit die Chance besteht, dass die Gewinnsumme steigt. Womit das zweite Anliegen der Stiftung in den Fokus rückt. Denn die Mannschaft ist auf der Suche nach weiteren Geldgebern, die das Grundkapital erhöhen würden. Bei einem derzeitigen Stammkapital von 50 000 Euro sind die Möglichkeiten natürlich begrenzt. Jessel: "Wir wollen etwas für Hagenow insgesamt tun und können uns vorstellen, dass eine erfolgreiche Stiftung vielen helfen kann, auch außerhalb der Kirche. Denn die öffentlichen Kassen werden immer leerer, wie wir gerade in Hagenow sehen, da kann eine örtliche Stiftung schon helfen."

Das Geld wird konservativ aber doch gewinnbringend bei der Evangelischen Kreditgenossenschaft angelegt. Das, so der Stiftungsrat, sei transparent und stehe für eine verlässliche Rendite ohne Zockerrisiken.

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