zur Navigation springen
Lokales

16. Dezember 2017 | 12:20 Uhr

Gute Chancen für Renaturierung der Recknitz

vom

svz.de von
erstellt am 20.Mai.2010 | 05:20 Uhr

Laage | Neue Chancen für die Renaturierung der Recknitz oberhalb von Laage sieht jetzt das Staatliche Amt für Umwelt und Natur (Staun) Rostock. In einer Pressemitteilung wird die Neuaufnahme des Vorhabens als Förderprojekt angekündigt. Nachdem sich die Förderkonditionen durch eine Zuwendung des Landes MV für wichtige Maßnahmen zur Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie deutlich verbessert hätten, sei eine Wiederaufnahme des Projektes möglich, heißt es aus dem Staun. Die Recknitz, deren Zustand bei Untersuchungen 2007 mit unbefriedigend (Klasse 4 von 5 Klassen) bewertet wurde, gehöre fraglos zu den dringendsten Vorhaben, so das Staun.

Die Recknitz, so heißt es weiter, sei in der Vergangenheit so massiv begradigt und ausgebaut worden, dass sie heute nur noch etwa die Hälfte ihrer ursprünglichen Lauflänge besitze. Wehre seien errichtet worden, um den Längenverlust auszugleichen und eine Steuerung der Wasserstände zu ermöglichen.

Das Recknitztal wird insbesondere als Grünland genutzt. Vereinzelt, darauf macht das Staun aufmerksam, existieren in der Niederung Reste von Bruchwäldern und Schilfgebieten. Da der Fluss Teil des FFH (Flora, Fauna, Habitate)-Gebietes "Recknitz- und Trebeltal mit Zuflüssen" ist, seien hier die im FFH-Managementplan festgelegten Erhaltungs- und Entwicklungsziele einzuhalten. Dabei gehe es im Wesentlichen um das Herstellen der ökologischen Durchgängigkeit, naturnaher Gewässer- und Uferstrukturen und Grundwasserverhältnisse sowie eine bedarfsgerechte Unterhaltung und Landnutzung, die Gewässer und Moor schonen.

In der Bewirtschaftungsplanung aus dem Jahr 2007 wird festgestellt, dass ein guter Zustand (Klasse 2) nur durch eine umfassende Renaturierung der Recknitz möglich sei. Dazu müssten die Wehre verschwinden. Außerdem sollte der Fluss wieder einen schlingernden Verlauf erhalten. Weiter müssten der Wasserhaushaltes im Moor verbessert und das Grabensystem neu organisiert werden. Weiter wird die Wasserstandsregulierung für die Grünlandflächen sowie eine Bepflanzung in Teilbereichen benannt.

Vor drei Jahren, darauf verweist das Staun, sei das Vorhaben bereits in der Öffentlichkeit diskutiert worden. Leider habe man den Antrag zurückstellen müssen, weil die Stadt Laage die notwendigen Eigenmittel nicht aufbringen konnte. "Jetzt haben sich die Förderbedingungen geändert, so dass wir derzeit dabei sind, den Fördermittelantrag zu erneuern", informiert Laages Bürgermeister Uwe Heinze. Er spricht von rund zwei Millionen Euro, die für eine Sanierung der Recknitz auf dem Abschnitt zwischen Liessow und Laage eingesetzt werden könnten. Schon vor geraumer Zeit, so Heinze, sei beim Amt für Landwirtschaft ein Bodenordnungsverfahren (BOV) beantragt worden. Über das BOV sollen die Interessen der Nutzer, Landwirte, und der Kommune z. B. durch Flächentausch in Einklang gebracht werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen