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Ministeriumsplan: Ausstellung Archäologischer Funde : Güstrower Schloss noch attraktiver

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Auf Schloss Güstrow werden demnächst archäologische Funde gezeigt. "Wenn alles gut geht, werden wir die Ausstellung Mitte August eröffnen", erklärte Ministerialrat Ulrich Hojczyk nach einer Sitzung des Museumsbeirates.

svz.de von
erstellt am 12.Jul.2011 | 08:23 Uhr

güstrow | Auf Schloss Güstrow werden demnächst archäologische Funde gezeigt. "Wenn alles gut geht, werden wir die Ausstellung Mitte August eröffnen", erklärte Ministerialrat Ulrich Hojczyk nach einer Sitzung des Museumsbeirates mit Kultusminister Henry Tesch (CDU). Ob es eine Dauerausstellung wird, wollte der Ministerialrat nicht versprechen. "Auf jeden Fall wollen wir das Güstrower Schloss aufwerten, für Besucher attraktiver machen und vermeiden, dass der Eindruck eines dreijährigen Provisoriums entsteht, während wir auf die Sanierung warten", erklärte Hojczyk.

Dauer der Exposition noch ungeklärt

Wie bekannt, wurde eine zunächst ab diesem Jahr geplante Schlosssanierung auf 2014 verschoben. Für die Zeit danach legte Schlossleiterin Dr. Regina Erbentraut bereits eine Ausstellungskonzeption vor (SVZ berichtete), in der eine archäologische Dauerausstellung nicht vorkommt. "Wir werden das prüfen, eventuell muss man die Konzeption ergänzen", sagt der Mann aus dem Kultusministerium.

Gezeigt werden sollen die Funde - gedacht ist an aktuelle Exponate vom Bau der Erdgastrasse, aber auch Stücke aus der Zeit des Baus der A 20 sowie von Spitzenstücken aus dem Fundus - auf einer Fläche von zirka 200 Quadratmetern im ehemaligen so genannten Brandin-Cafè und in einem Raum darüber. Ob das nach der Sanierung so bleibt, wollte Hojczyk nicht bestätigen. "Aber ein Cafè wird es nach der Sanierung sicher geben", versprach er.

Der Ministerialrat räumte ein, dass die Ankündigung der archäologischen Pläne durch Kultusminister Tesch über die Presse "unglücklich gelaufen" sei. Dadurch erfuhr Dr. Dirk Blübaum, Direktor des Staatlichen Museums Schwerin, zu dem Schloss Güstrow gehört, auch erst aus der Zeitung davon. Der hatte gleich Fragen: Woher sollen die für eine solche Präsentation benötigten Vitrinen, woher überhaupt soll das Geld für die Ausstellung kommen?

Finanzielle Fragen inzwischen geklärt

Die Fragen seien inzwischen geklärt, versichert Ministerialrat Hojczyk. Die Vitrinen würden die Archäologen zur Verfügung stellen, und für ein finanzielles Engagement habe man das Unternehmen, das die Erdgastrasse durch Mecklenburg-Vorpommern baut, gewinnen können. Die neue Ausstellung werde in den Rundgang auf Schloss Güstrow integriert, ein extra Eintrittspreis werde nicht erhoben, sicherte der Ministerialrat zu.

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