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Getränkehersteller Schlossquell steigert Produktion um 40 Prozent : Güstrower lechzen nach kühlem Nass

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Während viele sich bei der Hitze am Inselsee abkühlen, müssen die Mitarbeiter von Güstrower Schlossquell Sonderschichten einlegen. Im Zwei-Schichten-System werden wegen der Temperaturen Getränke produziert.

Güstrow | Während sich viele bei der derzeitigen Hitze am Inselsee Abkühlung verschaffen, müssen die Mitarbeiter von Güstrower Schlossquell Sonderschichten einlegen. Im Zwei-Schichten-System, also 16 Stunden lang, werden aufgrund der hohen Temperaturen Getränke produziert. Um 40 Prozent ist die Produktion angestiegen. "Das sind rund 400 000 Liter mehr, die pro Monat zusätzlich rausgehen", sagt Maik Ramforth-Wüllner, Geschäftsführer der in Bielefeld ansässigen Mineralquellen Wüllner GmbH, zu der Güstrower Schlossquell seit 2007 gehört. Um den derzeitigen Ansturm gerecht werden zu können, hat das Unternehmen acht zusätzliche Mitarbeiter eingestellt, die zum Mitarbeiterstamm von 38 dazu kommen.

"Wir freuen uns, wenn es heiß ist", sagt Kathrin Bethke, Koordinatorin bei Schlossquell vor Ort. Alles sei gezielt geplant, Engpässe seien nicht zu befürchten. Güstrower Schlossquell verfügt über insgesamt sechs Brunnen auf den Ziegeleiwiesen sowie Am Berge. Für das aktuelle Absatzplus machen sie und Maik Ramforth-Wüllner neben der Hitze aber auch die zahlreichen Werbeaktionen des Unternehmens sowie die hohe Zahl von Touristen in der Region mitverantwortlich. "Das Wetter beschert uns viele Gäste in MV, das ist gut für uns", sagt er.

Unterdessen soll nach dem Weggang von Betriebsleiter Christoph Seite dieser Leitungsposten in Güstrow nicht wieder besetzt werden. "Die Mitarbeiter vor Ort sind gut aufgestellt. Es klappt hervorragend. Deshalb besteht kein Bedarf für einen Betriebsleiter", sagt Maik Ramforth-Wüllner. Strategische Aufgaben im Unternehmen würden weiterhin von Bielefeld koordiniert. Seite war vergangenes Jahr aus dem Unternehmen ausgeschieden und zu seinem früheren Arbeitgeber, der Lübzer Brauerei, zurückgekehrt, um hier das Marketing für die gesamte Marke zu verantworten.

Für Güstrow laufen von Bielefeld aus bereits die Planungen, um den Standort mit einer eigenen Energieversorgung auszustatten. "Wir wollen ein Blockheizkraftwerk und eine Solaranlage errichten", so der Geschäftsführer. "Das große Dach der Lagerhalle bietet sich für Solarenergie geradezu an."

Güstrower Schlossquell macht rund 60 Millionen Füllungen pro Jahr. Damit ist das Unternehmen das zweitgrößte, das in MV natürliches Mineralwasser zu Tage fördert. Schlossquell ist für die Zukunft gut gerüstet, nachdem 1996 in Güstrow einer der modernsten Brunnenbetriebe Deutschlands auf einer zwölf Hektar großen "grünen Wiese" fertig gestellt wurde. 2002 wurde der Betrieb durch die größte PET-Abfüllanlage des Landes erweitert. Dadurch gehört Schlossquell auch heute noch zu den modernsten Abfüllbetrieben in den neuen Bundesländern. Pro Stunde können hier 23 000 Flaschen gefüllt werden. Das Kern-Absatzgebiet von Güs trower Schlossquell erstreckt sich neben ganz MV auch bis nach Berlin und Brandenburg.

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erstellt am 06.Jun.2011 | 06:29 Uhr

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