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Bündnis des Monats November 2011 : Güstrower Familienbündnis mit Vorbildcharakter

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Beratungsgespräche, Elternabende oder Informationsmaterial - das Lokale Bündnis für Familien in Güstrow schlägt viele Wege ein, um wichtige Informationen an Eltern zu streuen. Nun wurde das Bündnis ausgezeichnet.

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erstellt am 05.Nov.2011 | 03:08 Uhr

Für vorbildliche Informationsangebote zum Bildungs- und Teilhabepaket wurde das Lokale Bündnis für Familien in Güstrow als "Bündnis des Monats November 2011" ausgezeichnet. "Das Lokale Bündnis in Güstrow setzt auf unterschiedlichen Ebenen an und unterstützt damit die Umsetzung des Bildungs- und Teilhabepakets", sagt Friederike Woermann-Seiger von der Fachberatung der Initiative "Lokale Bündnisse für Familie", das beim Bundesministerium für Familie und Senioren angesiedelt ist.

Altkreis Güstrow der schnellste in der Bundesrepublik

Beratungsgespräche, Elternabende oder Informationsmaterial - das Güstrower Bündnis schlägt viele Wege ein, um wichtige Informationen an Eltern zu streuen. Über neue Möglichkeiten, die das von der Bundesregierung verabschiedete Bildungs- und Teilhabepaket mit sich brachte, informierte das Lokale Bündnis besonders schnell. "Erst im Juni wurden die Richtlinien vom Bundesministerium herausgegeben und trotz der Ferienzeit war der Altkreis Güstrow der schnellste in der Bundesrepublik", stellt Karen Larisch, Koordinatorin des Familienbündnisses, klar. Vielfältig waren die Aktivitäten, um Eltern schnell über die Fördermöglichkeiten zu informieren.

Unter anderem wurden Stundenpläne gedruckt, auf deren Rückseite jeweils zutreffende Hinweise für Kinder in Bützow, Teterow und Güstrow zu lesen sind. Mit einer Notfall- und Randzeitenbetreuung macht sich das Lokale Bündnis auch für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf stark. Über die Auszeichnung für ihr Engagement freuen sich die Mitglieder des Familienbündnisses sehr. "Wir sind natürlich stolz darauf", so Karen Larisch. Doch darauf ausruhen will sich die 42-Jährige nicht. Es gebe noch viel zu tun. An den Richtlinien für die Nachhilfe im Bildungs- und Teilhabepaket müsse noch gearbeitet werden, ist sich Karen Larisch sicher. Hier würden bisher nur Kinder mit der Note fünf oder sechs auf dem Halbjahreszeugnis bedacht. "Dann ist es aber meist zu spät, um noch grundlegend etwas zu verbessern", so die Koordinatorin.

Alle Angebote in einem Haus für Familien gebündelt

Eine weitere Idee: Ein Gebäude in Güstrow, wo Familien ein Zuhause finden. "Es soll egal sein, wie viel Geld man verdient. Jeder soll hier her kommen dürfen", wünscht sich Karen Larisch. Patenschafts-Projekte, Jungennetzwerk, Betreuung nach 17 Uhr - die verschiedenen Angebote für die ganze Familie sollen hier nach ihren Vorstellungen gebündelt werden. Noch suche sie nach einem kostengünstigen Objekt, schon im nächsten Jahr möchte sie es realisieren. Familie gehe heute anders, sagt Karen Larisch. Es gebe viele Alleinerziehende, die ohne die Hilfe der Großeltern ihr Leben gestalten müssten. Genau für sie möchte Karen Larisch Angebote unterbreiten, ohne es als Problem darzustellen. "Familie ist Normalität. Je mehr wir Probleme als Probleme in der Öffentlichkeit darstellen, um so mehr werden sie tatsächlich zum Problem", sagt sie.

Wenn ihr Wunsch in Erfüllung geht, dann hätte sich Karen Larisch zum fünfjährigen Bestehen des Familienbündnisses im nächsten Jahr auf jeden Fall schon mal ein schönes Geburtstagsgeschenk beschert.

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