Schloss Güstrow : Zwei neue Gesichter im Schloss

Cornelia Seiffert (l.) und Karoline Abel vor dem Portrait von Gustav Adolf.
Cornelia Seiffert (l.) und Karoline Abel vor dem Portrait von Gustav Adolf.

Cornelia Seiffert und Karoline Abel verstärken auf Zeit das Team des Museums in Güstrow

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13. November 2015, 05:47 Uhr

Cornelia Seiffert (18) aus Wismar absolviert ein Freiwilliges Jahr auf Schloss Güstrow. Mit ihr am Schreibtisch sitzt derzeit Karoline Abel (22) aus Rietberg in Nordrhein-Westfalen. Die Studentin für Anglistik und Literaturwissenschaft an der Universität Göttingen beschäftigt sich ein Semester lang mit dem handschriftlichen Bibliotheksverzeichnis von Gustav Adolf, Herzog zu Mecklenburg-Güstrow. Beide verstärken also derzeit das Team des Schlosses und übernehmen zum Teil auch Führungen.

Karoline Abel ist froh ein Praxissemester in einem Schlossmuseum gefunden zu haben. „Nicht viele Museen werden im Winter in Vollzeit betrieben“, weiß die 22-Jährige. Die wissenschaftliche Arbeit, die sie von Schlossleiterin Regina Erbentraut übertragen bekam, gefällt ihr sehr gut. „Es ist ein schönes Projekt und ich bin gespannt, wie viele Bücher aus wie vielen Wissensgebieten ich dem Bibliotheksverzeichnis von Gustav Adolf zuordnen kann“, sagt sie. Vermutlich werden es um die 2000 sein, schätzt sie ein. Doch genau wird es Karoline Abel erst zum Abschluss ihrer Arbeit sagen können. Sicher ist, dass der Herzog zu Mecklenburg-Güstrow seine Bibliothek im Erdgeschoss untergebracht hatte.

Die beiden Praktikanten halten sich nur manchmal dort auf, wenn sie beispielsweise über Mittag die Aufsicht im Schloss übernehmen. Ansonsten arbeiten sie an ihren Schreibtischen.

Cornelia Seiffert wollte gern im musealen Bereich ein Freiwilliges Jahr absolvieren. „Meine Eltern arbeiten als Restauratoren in Wismar, so habe ich schon viel mit dem Mittelalter zu tun gehabt“, erzählt sie. Die Mittelalterausstellung im Schloss Güstrow sei sehr schön, lobt Cornelia Seiffert. Gerade hat sie ihr Abitur in der Tasche, wollte nun aber vor einem Studium etwas anderes tun. Hier im Güstrower Schloss übernimmt sie nun zahlreiche museale Aufgaben. So ist sie in der Museumspädagogik mit Monika Lehmann aktiv und aktualisiert täglich den Pressespiegel für das Haus. „Jeden Wochentag um 14 Uhr biete ich außerdem Führungen an“, berichtete Cornelia Seiffert.

Einen Monat lang pendelte die Wismeranerin, doch inzwischen hat sie sich ein kleines Heim in Güstrow eingerichtet. Seit kurzem hat sie auch schon einen regelmäßigen Termin am Mittwochabend: Sie singt in der Güstrower Kantorei mit.

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