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Wollhalle Güstrow : Zwei Jastrams in der Barlachstadt

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Thomas Jastram eröffnet morgen seine Ausstellung in der Wollhalle. Retrospektive von Onkel Jo Jastram noch bis April in Barlachstiftung.

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erstellt am 02.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Zweimal Jastram in Güstrow: Während bis zum 23. April noch die große Retrospektive „Jo Jastram. 1928-2011“ im Ausstellungsforum-Graphikkabinett der Ernst-Barlach-Stiftung Güstrow am Heidberg zu sehen ist, zeigt ab morgen ein weiterer Spross der Jastram-Familie seine Werke in der Barlachstadt. „Renaissance der Sachlichkeit“ nennt Thomas Jastram, Neffe des Bildhauers Jo Jastram, seine Ausstellung mit Skulpturen und Zeichnungen in der Städtischen Galerie Wollhalle. „Nicht an der Avantgarde, sondern an der Neuen Sachlichkeit orientiert“, beschreibt er seine Figurenbildhauerei. Bis zum 14. Mai sind 31 Skulpturen, darunter 28 Bronzen, sowie zahlreiche Zeichnungen von Thomas Jastram in der Güstrower Wollhalle zu sehen.

Der Rostocker, der seit sechs Jahren in Hamburg lebt, sieht seine Schaffen dabei in einer „langen europäischen Tradition von der Antike bis heute“. Er beruft sich dabei auch auf eine explizit christliche Tradition. „Das ist ein ethisches und kulturelles Bekenntnis“, sagt der Bildhauer Jastram. Porträts bezeichnet er dabei als eine „Königsdisziplin“. „Ich möchte das Individuum, das Menschliche, gerade in unserer unruhigen Zeit in den Vordergrund rücken.“

Gestern baute Jastram seine neue Ausstellung in der Wollhalle auf. Zum ersten Mal stellt er hier aus. „Güstrow hat was zu bieten: der Dom und natürlich Barlach“, sagt er. „Als ich eingeladen wurde, habe ich gleich zugesagt.“ Und auch die Wollhalle als musealer Ausstellungsort sagt dem Künstler zu. „Wunderbar. Es gibt hier wenig Störendes. Zudem ist die Wollhalle groß und hell“, sagt Jastram. Seine Ausstellung wird morgen um 18 Uhr eröffnet.  

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