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Hafenpromenade Bützow : Zwei alte Bäume mussten weichen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Arbeiten am zweiten Bauabschnitt der Hafenpromenade Bützow gehen voran / Vlies stabilisiert Untergrund / Fertigstellung Ende Oktober

Seit drei Wochen wird an der Bützower Hafenpromenade wieder gebuddelt (SVZ berichtete). „Wir kommen gut voran“, sagt der beauftragte Planer und Bauleiter André Kohl aus Bützow. Da der Baugrund in dem Bereich schwierig und nicht fest genug ist, musste dort, wo die größte Verkehrsbelastung zu erwarten ist, die Stabilität des Bodens durch ein so genanntes Geogitter und Geovlies stabilisiert werden. „Es wurde im Bereich der Fahrbahn und der Pkw-Stellplätze verlegt“, so Kohl. An den am wenigsten tragfesten Stellen liegt das Vlies aus stabilem Kunststoff, das die Lasten besser verteilen soll, bis zu 1,10 Meter tief unter der Fahrbahnoberkante.

„Im Bereich mit besserem Baugrund ist so ein Vlies nicht nötig und der Fahrbahnaufbau braucht nur 60 Zentimeter hoch sein“, sagt der Planer. Gerade hat der Bagger einer Schweriner Baufirma die letzten Reste des Vlieses bedeckt.

Und auch so manches andere ist bereits wieder unter dem Erdboden verschwunden. Wie zum Beispiel die verlegte Hauptrohrleitung für die Regenentwässerung. „Außerdem haben wir an den Fundamenten der Gebäude in der Wallstraße Dränageleitungen bis zum Wallgraben verlegt, um absolut sicher zu gehen, dass die Häuser durch die Baumaßnahme nicht vernässt werden“, so Kohl. Aus dem Grunde sei es auch nötig gewesen, die beiden großen Bäume im vorderen Teil der Mauer abzunehmen. „Durch ihr starkes Wurzelwerk wäre das Verlegen der Dränageleitungen nicht möglich gewesen“, sagt André Kohl.

Die Frage danach, warum die Bäume abgenommen wurden, obwohl sie im Gestaltungsentwurf für den Platz enthalten sind, hatte Dienstagabend auf der Bauausschusssitzung Ausschussvorsitzender Stephan Meyer (CDU) aufgeworfen.

Die Abnahme des Ahorns und des Obstbaumes sei ordnungsgemäß beim Landkreis beantragt und von dort genehmigt worden, so Bauamtsleiterin Doris Zich. Bei solchen Arbeiten wie am Hafen, bei denen auch mal unvorhersehbare Dinge auftreten können, müsse der Verwaltung schon ein gewisser Spielraum zugebilligt werden, meinte sie.

Dort, wo einst der Ahorn stand, soll künftig der Informationspavillon für die Touristen, die am Hafen ankommen, seinen Platz finden. Die Fläche rundum wird begrünt und es werden Bänke aufgestellt. Entstehen werden am Hafen neben Parkplätzen auch ein Spielplatz, abschließbare Fahrradboxen, eine Elektrobike-Ladestation und Fahrradständer.

Ende Oktober sollen die Arbeiten am 2. Bauabschnitt fertig sein. „Ich hoffe, dass durch die Stadt die weiteren Arbeiten am dritten und letzten Bauabschnitt dann für das Jahr 2015 angeschoben werden“, so André Kohl.

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