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Domplatz Güstrow : Zuschüsse für neuen Domplatz 18

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Güstrower Hauptausschuss stimmt Einsatz von Städtebaufördermitteln zu. Archäologische Untersuchungen werden teurer als geplant.

von
erstellt am 02.Feb.2017 | 12:00 Uhr

Bei der geplanten Bebauung der Brandlücke am Domplatz 18 kann die Wohnungsgesellschaft Güstrow (WGG) mit Städtebaufördermitteln rechnen. Der Hauptausschuss der Barlachstadt hat jetzt den Einsatz von 176  000 Euro aus dem Sonderfonds für das Projekt beschlossen. Der Zuschuss wird vorbehaltlich der Anerkennung durch das Landesförderinstitut ausgezahlt.

Zugleich hat der Hauptausschuss eine Eilentscheidung des Bürgermeisters gebilligt, nach der der Finanzrahmen zusätzlicher Mittel aus der Städtebauförderung für die archäologischen Untersuchungen auf maximal 57  300 Euro ausgeweitet wurde. Ursprünglich waren nur 49  000 Euro für diesen Posten einkalkuliert, jedoch weise das inzwischen vorliegende wirtschaftlich günstigste Angebot für diese Leistungen um 8300 Euro höhere Kosten aus, erklärte das Stadtentwicklungsamt seinen Antrag. Die Archäologen waren schon mal am Wirken, seien aber seinerzeit nicht fertig geworden, sagte Bürgermeister Arne Schuldt. Zudem müsste für das neue Projekt tiefer gegraben und untersucht werden.

Seit knapp anderthalb Jahren ist die WGG Eigentümerin des Grundstücks, das sie jedoch erst nach Abschluss der archäologischen Grabungsarbeiten übernehmen wird. Auch gehören vor der Übernahme noch Leistungen zur Vorbereitung des Baugrundes zu den Obliegenheiten der Stadt. So ist es in der Vertragsgestaltung zwischen der Stadt und ihrem Wohnungsunternehmen geregelt. Noch in diesem Frühjahr sollen die Bauarbeiten beginnen. Die Gesellschafterversammlung des Wohnungsunternehmens habe inzwischen grünes Licht für das Vorhaben gegeben, so Schuldt.

Geplant ist über dem Grund des im August 2004 vollständig niedergebrannten historischen Gebäudes Domplatz 18 ein viergeschossiger, unterkellerter Neubau mit acht Wohnungen. Die Baulücke stand jahrelang frei, weil ein Ideenwettbewerb zwar einen Sieger fand, der aber nie verwirklicht wurde. Hintergrund waren unter anderem Proteste gegen die seinerzeit geplante Ausführung des Daches, das einer großen, grünen Tonne glich. Ein Investor hatte sich nicht gefunden. Als dann später der 2. Preis des Wettbewerbs zum Zuge kommen sollte, sprang auch ein hier zunächst bauwilliger Kaufinteressent ab. Die Baulücke drohte sich zu verstetigen, als schließlich die WGG die bisher ernsthaftesten Pläne offerierte. Demnach soll das Objekt in abgewandelter Form den architektonischen Ursprungsgedanken wieder aufnehmen. Das „Tonnendach“ soll sich demnach vom Domplatz zurücknehmen und in fliehender Form einseitig offen gestaltet werden.

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