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Kneipe in Krakows Innenstadt : „Zur Klause“: Tradition lebt fort

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Ururenkel der Gründerfamilie Waßmann führt beliebte Krakower Innenstadt-Kneipe weiter.

Der Luftkurort hat seine innerstädtische Kneipe in der Kirchenstraße wieder. „Zur Klause“ ist seit einem halben Jahr geöffnet, nachdem Leerstand zuvor eine lange Tradition unterbrochen hatte.

Seit 1922 sei die Kneipe in Familienbesitz, erzählt Florian Schmidt. Der neue Inhaber muss es wissen, schließlich ist er der Enkel von Heike Stäcker, die das Haus 25 Jahre lang, bis 2012, führte. Seine Ururgroßeltern, August und Gertrud Waßmann, eröffneten einst das Lokal. 1954 war es, als Gerhard und Henny Waßmann von ihren Eltern das kleine Unternehmen übernahmen. Tochter Heike Stäcker stieg nach Gerhard Waßmanns Tod 1974 mit ein, ehe sie 1987 die Klause in eigene Regie nahm. Als sie mit 70 ihren wohlverdienten Ruhestand antrat, wurde die Kneipe verpachtet. Die Experimente der zwischenzeitlichen Inhaber mit dem Lokal verliefen jedoch nicht so glücklich, und das Haus musste schließen.

„Hin und wieder besuchte ich meine Oma, die nach wie vor oben in ihrem Haus wohnt. Da ich mich ohnehin mit dem Gedanken trug, mich selbstständig zu machen, kamen wir darauf, dass ich es doch mit unserem Familienbesitz versuchen könnte“, berichtet Florian Schmidt. In Güstrow geboren, wuchs Schmidt in Krakow am See auf. Heute 24, durchlief der gelernte Koch verschiedene gastronomische Stationen, bevor er jetzt in seine Heimatstadt zurückkehrte. „Zur Klause“ ist er der Chef in der Küche, während ihm am Tresen und zur Bedienung der Gäste Steffen Jaacks zur Seite steht. Der 44-jährige Restaurantleiter ist selbst vom Fach, arbeitet bereits seit 17 Jahren in der Gastronomie.

Von der Urgemütlichkeit, mit der sie für Einheimische beliebter Treffpunkt, aber ebenso bei Urlaubern bekannt ist, hat die Klause nichts verloren. Immer noch steht der alte Ofen in einer Ecke, und wenn die Eisheiligen tatsächlich noch brutal zuschlagen sollten, würde Steffen Jaacks die Kacheln noch einmal anheizen. Noch vor zwei Wochen, als die Temperaturen so lausig waren, stellte sich mancher Gast davor, berichtet er. Was der Restaurantchef von Florian Schmidts Herd serviert, ist ein Querbeet durch die Gastronomie: von klassisch Mecklenburger Küche über Argentinisches Hüftsteak bis zum Feinschmeckergericht. „Wir haben jetzt keine riesen Karte, aber doch eine breite Palette anzubieten“, sagt Schmidt und preist besonders seine Spezialität: Burger, mit Fleisch aus eigener Produktion.

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erstellt am 12.Mai.2016 | 05:00 Uhr

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