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Stadtwerke, FIG und Netzservice mit neuer Adresse in Güstrow : Zum Hohen Rad 48: erster Tag in neuer Verwaltung

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svz.de von
erstellt am 17.Dez.2012 | 08:20 Uhr

Güstrow | Seit gestern haben die 55 Mitarbeiter der Verwaltung der Stadtwerke sowie der Freizeit- und Immobiliengesellschaft Güstrow (FIG) sowie der Abteilung Netzservice für Gas, Wasser, Strom die neue Adresse Zum Hohen Rad 48. Dafür wird eine eigene Immobilie genutzt. Der unterkellerte Eingeschosser wurde Anfang der 1970er-Jahre errichtet und diente dem damaligen VEB Wasserwirtschaft als Betriebsgebäude. Im Juli 2011 begannen die Arbeiten.

Bis alles an seinem Ort ist und die komplette Technik installiert ist, wird es aber noch etwas dauern. Eine "ganz heiße Kiste" war für Geschäftsführer Edgar Föniger das Umstellen der Telefon- und EDV-Technik. "Ich habe seit Freitag mitgefiebert, dass alles ohne große Probleme klappt. Das gelang. Am Sonnabendmittag war alles zum neuen Standort geschaltet", fiel dem Geschäftsführer ein Stein vom Herzen.

Edgar Föniger ist stolz darauf, dass die 55 Mitarbeiter in dem sanierten und ausgebauten Haus in einem energetische und ökologischen Vorzeigeobjekt tätig sein können. Der An- und Aufbau erfolgte mit einer umweltfreundlichen Holzkonstruktion. Lehmputze und neutrale Baustoffe wurden verwendet. Besonders hebt Föniger die skandinavischen, mehrfach verglasten Fenster hervor. Sie sorgen für optimale Belüftung und schützen vor Sonnenstrahlen. Für die Versorgung nutzen die Stadtwerke die Kraft-Wärme-Kopplung. Von dem neuen Gebäude leiten die Stadtwerke die Versorgung mit Gas, Strom und Fernwärme sowie mit Trinkwasser und Abwasser. "Außerdem knüpfen wir in dem Gebäude die Fäden in ganz Deutschland, denn die Stadtwerke versorgen in allen Bundesländern Kunden", hob Edgar Föniger bereits beim Richtfest hervor.

Die Notwendigkeit der 2-Millionen-Investition erklärt Edgar Föniger so: "Sie ergibt sich vor allem aus wirtschaftlichen Gründen. Die Stadtwerke hätten auch in das bisherige Verwaltungsgebäude in der Glase witzer Chaussee investieren müssen. Das Gebäude ist marode und hat Energieverluste, die bis zu 40 Prozent hoch sind. Für das Haus hätten die Stadtwerke mehr bezahlen müssen, das kann ich belegen, als jetzt in das Zum Hohen Rad." Außerdem hätte das Steuergelder gekostet. Ein weiteres Problem: Die Immobilie gehört der FIG, die die "Oase" betreibt. Die Stadtwerke waren Mieter. Die Miete war für die "Oase" eine wichtige Geldquelle. Durch den maroden Zustand das Gebäudes waren die Einnahmen aber gering. Mit dem Auszug wird gar kein Geld mehr bezahlt. Das bringt die "Oase" aber in Gefahr. Um die abzuwenden, erhalten FIG bzw. "Oase" künftig statt der Miete eine jährliche Ausgleichszahlung von den Stadtwerken. Grundlage ist ein so genannter Ergebnis abführungsvertrag, den die Geschäftsführung im Herbst 2010 der Stadtvertretung vorlegte. Die stimmte zu. Nach SVZ-Recherchen sollen das 300 000 Euro sein.

Das Gebäude in der Glase witzer Chaussee steht zum Verkauf. Föniger: "Es gibt potenzielle und seriöse Kaufinteressenten für eine industrielle Nutzung."

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