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Güstrower Anzeiger

22. Oktober 2017 | 06:42 Uhr

Lüssow : Zum Guten fürs ganze Dorf

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Lüssow saniert Baracke zum Sportgemeinschaftszentrum / Ausschreibung läuft / Ab Juli vier Monate Bauzeit

svz.de von
erstellt am 05.Jun.2014 | 06:00 Uhr

Man mag dazu stehen wie man will, ob es sich wirklich lohnt, die alte Sportbaracke in Lüssow mit viel Geld zu sanieren. Für Bürgermeister Wilfried Zander stellt sich die Frage jedenfalls nicht. „Ich habe mich dafür ganz persönlich eingesetzt und sehe jetzt die Früchte meines Kampfes“, freut sich Zander. Knackpunkt war – was sonst – das Geld bzw. die Förderung. Die ist jetzt endgültig in Papier und Tüten.


Bürgermeister sieht Früchte seines Kampfes


„185 000 Euro haben wir für das Vorhaben im Pott“, rechnet er vor. 63 000 Euro davon sind Eigenmittel, der größere Rest Fördergeld. Bemerkenswert bei der Eigenmittel-Summe: Das Geld kommt von der Gemeinde Lüssow sowie vom Amt und den Kommunen, die Kinder in der Grundschule Lüssow haben. Auf der Sitzung im Mai gab die alte Gemeindevertretung bei einer ihrer letzten Amtshandlungen mit dem Beschluss eines ausgeglichenen Haushaltes dafür grünes Licht.

Bürgermeister Zander informiert, dass inzwischen die Ausschreibungen laufen. Im Juli rechnet er mit dem Baubeginn. Nach vier Monaten soll das Sportgemeinschaftszentrum fertig sein. Mit allem, was zu einer Sanierung gehört: neue Heizung, Schallschutz, neue sanitäre Einrichtungen, neue Fenster und LED-Beleuchtung.

Zander gibt zu, dass das eine große Investition ist, vor allem wenn man bedenkt, dass die Gemeinde weiterhin eine Schuldenlast von 2,4 Millionen Euro drückt. „Eine Summe, für die wir aber nicht verantwortlich sind“, betont der Bürgermeister immer wieder aufs Neue. „Davon lassen wir uns aber nicht beeindrucken und packen weiter an und zu“, stellt er klar. Für Zander wäre diese Sanierung aber sowieso längst fällig gewesen. Mit längst meint er viele, viele Jahre. Auch deshalb sei die Baracke in diesem Zustand, sagt er.

Aber – zur Erinnerung – es sah ein Jahr lang nicht gut um das Vorhaben aus. Dann langte es Zander. In einer Amtsausschussrunde (wir berichteten) mit einem Schweriner Staatssekretär haute er so richtig auf die Pauke und wies die Bedeutung des Projekte für das Dorf nach. Nur kurze Zeit später kam die Zusage aus dem Vergabeausschuss, der die Gelder aus dem Konsolidierungsprogramm des Landes verteilt. „Ich freue mich, dass meine Worte überzeugt haben und dass es geklappt hat, denn es ist für das ganze Dorf zum Guten“, betont Zander. Vor allem nicht mit so viel Geld, meint er mit dem Blick auf eine geförderte Fischaufstiegstreppe im alten Nebelarm an der Gemeindegrenze, die 1,2 Millionen Euro kostet… Und Wilfried Zander weist auch darauf hin: „Wir wollen künftig statt 12 000 nur 6000 Euro Heizkosten bezahlen. Ich erinnere außerdem daran, dass ohne die Sanierung die Halle früher oder später gesperrt worden wäre. Dann hätten wir keinen größeren Raum mehr in der Gemeinde gehabt.“

Dieses Sanierungsprojekt ist 2014 das weitaus größte Vorhaben im Haushalt. Zander: „Wir haben noch 10 000 Euro für die Straßensanierung in Lüssow eingestellt, und zwar für die Dorfstraße, die Straße zum Bahnhof und zum ,Apachenhügel’.“

Keinen Beschluss gab es in der Mai-Sitzung zu den vom Land empfohlenen höheren Aufwandsentschädigungen für Gemeindevertreter und die Feuerwehr-Spitze. Zander: „Das soll die neue Gemeindevertretung beschließen.“


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