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Landwirtschaft : Zukunft mit neuer Milchviehanlage sichern

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Vorhaben des Landwirtschaftlichen Milchhofes in Kronskamp noch in den Kinderschuhen.

von
erstellt am 16.Mär.2017 | 06:00 Uhr

Eine neue Milchviehanlage für 1200 Tiere könnte zwischen Kronskamp und Striesdorf entstehen. „Wir versuchen eine Flucht nach vorn“, betont Ralf Kocher, Geschäftsführer des Landwirtschaftlichen Milchhofes „Am Recknitztal“. Das Vorhaben stecke aber noch in den Kinderschuhen.

„Wir befinden uns in der umweltrechtlichen Vorplanung“, sagt Kocher. Der auserwählte Standort rechter Hand hinter Mückendorf in Richtung Striesdorf werde in den nächsten Monaten untersucht und ein Gutachten zum Standort angefertigt. „Es ist keine leichte Entscheidung gewesen“, sagt Kocher in einer Zeit, in der sich der Milchpreis – nach vielen Monaten in der Talsohle verharrend – jetzt erst wieder langsam erholt. „Unsere Milchviehanlage in Kronskamp ist 20 Jahre alt. Wir müssen jetzt etwas tun“, erklärt Kocher und geht offensiv mit dem Vorhaben um. Die Einwohner von Striesdorf habe man bereits informiert, ihnen erklärt, dass eine Modernisierung notwendig sei, eine Erweiterung am jetzigen Standort wegen der Nähe zum Dorf und zur Recknitz nicht infrage käme. Deshalb habe man ausschließlich für die Milchviehhaltung einen neuen Standort gesucht. „Wir müssen uns als Genossenschaft neu aufstellen, Arbeitsabläufe effektiver gestalten“, berichtet der Landwirt.

Rund 500 Kühe werden in Kronskamp gemolken. Hinzu kommt eine eigene Nachzucht in der gleichen Größenordnung. Die Kälber werden in Kronskamp geboren, bleiben dort einige Zeit und gehen dann nach Teschow, wo sie weiter aufgezogen werden, um dann als Milchkühe wieder nach Kronskamp zurückzukehren. Das könne man effektiver gestalten, so Kocher Die Reproduktion könnte künftig in Kronskamp konzentriert werden.

Kocher kann das Gerücht, dass Holländer bei Mückendorf eine Milchviehanlage errichten wollen, also entschärfen. Etwas aber sei an Gerüchten immer dran. Ein Holländer ist im vergangenen Jahr mit in die Genossenschaft eingestiegen. „Wir wollten uns verstärken. Wir werden auch älter, aber wollen einen Weg finden, wie wir die Genossenschaft in die Zukunft bekommen“, erklärt der Geschäftsführer der Genossenschaft. Wann eine neue Stallanlage gebaut werden kann, sei noch völlig offen. Wünschen würde sich Kocher einen Baubeginn im nächsten Jahr.

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