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Güstrower Anzeiger

14. Dezember 2017 | 07:26 Uhr

Theater : Zugabe der Singenden Saxophone

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Ernst-Barlach-Theater im Januar: Konzerte aus Klassik, Beat und U-Musik / Kabarett und Kindervorstellungen

Mit dem 5. Philharmonischen Konzert steigt das Ernst-Barlach-Theater am 10. Januar in das Jahresprogramm 2014 ein. Die Neubrandenburger Philharmonie spielt Werke von Widmann, Prokofjew und Beethoven.

„Das wichtigste in meiner Künstlerkarriere ist es, Tradition und Innovation zu verbinden“, bekannte der Münchner Komponist Jörg Widmann. Seine 2008 im Auftrag des Bayerischen Rundfunks entstandene Konzertouvertüre „Con brio“ folgt ganz diesem Leitsatz, indem sie sich auf musikalische Charakteristika aus Beethovens 7. und 8. Sinfonie bezieht. In derselben klassischen Orchesterbesetzung der Beethoven-Sinfonien macht er es sich in seinem Stück zur Aufgabe, einen ähnlichen „Furor und rhythmisches Drängen“ (Widmann) zu entfachen, wie bereits die im Werktitel inbegriffene Tempobezeichnung con brio (mit Feuer) vermuten lässt. Dieses Werk direkt in den Kontext einer der beiden Beethoven-Sinfonien zu stellen, bietet sich an. Und so erklingt unter Leitung von Gastdirigent David Marlow auch die „Achte“ des Klassikers.

Sergej Prokofjews bezaubernd lyrisches 2. Violinkonzert, das den Geist der zur selben Zeit entstandenen Ballettmusik zu „Romeo und Julia“ atmet, gelangt zudem mit Solist Andrey Baranov zur Aufführung.

Leipziger academixer

Mit völlig anderem Genre geht es am 11. Januar weiter: ‚Ich bin normal, holt mich hier raus!“ ruft das Leipziger Kabarett academixer dann ab 19.30 Uhr. Warum? Wir haben die Merkel. Wir hatten die Wahl. Wir haben den Euro. Noch. Haase nimmt‘s persönlich. Rolf Haase („Haase“ mit Doppel A, aber so viel Zeit hat keiner mehr) ist ein Mann wie Du und ich. Immer mal gut drauf, immer mal gestresst und immer mal verheiratet. Das Land hat Schulden? Haase auch. Das Land sorgt sich um seinen Nachwuchs? Haase auch. Das Land leidet unter Überalterung? Haase auch. Die Kanzlerin glaubt, dass die Griechen noch ihren Deckel bezahlen? Okay, Haase nicht. Nur die innere Stimme von Rolf Haase sagt: Das ist doch alles nicht normal! Wann wird es Zeit auf die innere Stimme zu hören? Und wer ist hier verrückt? Dies und noch viel mehr spielen Ralf Bärwolff, Heike Ronniger und Elisabeth Hart.

„Damals“ mit Muck

Beatnostalgie präsentiert Hartmut Schulze Gerlach am 14. Januar unter dem Motto „Damals“. Ab 19.30 Uhr präsentiert Muck Originalbands der 60er- und 70er-Jahre: Sailor, die Bay City Rollers und Chris Andrews. Das ist eine Musikproduktion der Topklasse. Wer träumt nicht gern von der guten, alten Jugendzeit, von solchen großen Hits wie „Glas of Champagne“, „Yesterday's Hero“ oder auch „Bye Bye Baby“, die damals um die Welt gingen. Leider kann die ursprünglich angekündigte Middle of the Road wegen Krankheit von Sängerin Sally Carr nicht kommen. Dafür hat der Starmoderator des MDR Chris Andrews mitgebracht, der solche Knaller wie „Yesterday Man“ oder „Pretty Belinda“ sang.

Fritz-Reuter-Bühne

„Rund üm Kap Horn“ geht es in einem musikalischen Lustspiel von Fritz Wempner am 18. Januar ab 19.30 Uhr. Die Fritz-Reuter-Bühne hat prominente Verstärkung an Bord: Hörfunkmoderator Leif Tennemann, bekannt als Hausmeister Erwin, wird den Reporter Florian Funk spielen. Für die musikalische Begleitung der Seemannslieder und Schlager in dieser Verwechslungskomödie sorgt eine fünfköpfige Band. Regie führt Jörg Schade. Die Geschichte spielt in der Hafenkneipe „Kap Horn“. Kapitän Korl Nass und Steuermann Jonny Tetens sind seit einem Jahr von ihrem Reeder aufs Trockene gesetzt und haben notgedrungen erst einmal die Kneipe übernommen. So verbringen sie ihre Zeit mehr schlecht als recht zwischen Seemannsliedern und Seemannsgarn. Plötzlich taucht Irmgard, die Tochter des Reeders, auf und möchte bei ihnen Köchin werden. Doch bald stochert auch die Presse in der Geschichte herum, und ein Verwechslungsspiel treibt immer wildere Blüten.

Puppenspiel

„Das hässliche Entlein“ wird als Puppenspiel frei nach Hans Christian Andersen am 19. Januar ab 16 Uhr aufgeführt. Steckt nicht in jedem von uns ein stolzer schöner Schwan? Die Spielerin Beate Biermann steht in der Mitte eines runden Tisches, der sich in die verschiedenen Jahreszeiten verwandelt und dabei immer farbiger wird. Für Kinder ab 4 Jahren wird die Geschichte des Entleins, das zum Schwan wird, mit viel Humor erzählt.

Der singende Thomas Rühmann

Nach dem Neil-Young-Gundermann-Abend „Jung & Young“ folgt das Wenzel-Projekt „Falsche Lieder“: Das Duo Thomas Rühmann und Rainer Rohloff erweitert sich zum Rock-Quintett. Fünf exzellente Musiker nähern sich am 24. Januar ab 19.30 Uhr dem wohl eigenwilligsten deutschen Liederdichter der Gegenwart: Hans-Eckardt Wenzel. Dessen preisgekrönte Songs verblüffen, begeistern, verstören. Sie sprengen jede Schublade, sind hochpoetisch und zugleich politisch. Der Schauspieler Thomas Rühmann singt Wenzels Lieder seit vielen Jahren. Die ungewöhnlichen Songs Wenzels erklingen im neuen musikalischen Gewand. Rühmanns Idee, die Texte musikalisch anders zu besetzen, machen sie neu erfahrbar. Thomas Rühmann & Band versehen Wenzels bittersüße Texte mit der Musik von Bon Iver, Neil Young, Lambchop, The National, Tunng. Es entstehen rockige Liedstücke, verwoben in den globalen Themen Liebe, Glück, Welt. Wenzel bleibt Wenzel, aber Bekanntes wird fremd, Leises laut, Falsches wird richtig.

Captain Cook zum Zweiten

Längst schon ausverkauft ist „Die große Jubiläumstour – 20 Jahre Captain Cook“ am Nachmittag des 26. Januar. Deshalb haben die Veranstalter für den gleichen Tag um 11 Uhr ein Zusatzkonzert mit den „Singenden Saxophonen“ ins Programm genommen.

„Der Elephantenpups“ (II)

Ein Schulkonzert für Kitas und Grundschulen mit der Neubrandenburger Philharmonie beschließt am 29. Januar das Theaterprogramm im ersten Monat. Um 10 Uhr geht es los: „Der Elefantenpups – Direktor Fröhlich und das Zoo-Orchester (Teil 2)“. Zoodirektor Fröhlich stolpert im Elefantengehege und muss ins Krankenhaus. Ohne ihn verändert sich das Leben im Tierpark: Der Löwe liegt gelangweilt in der Ecke, der Papagei lässt das Plappern und die Schildkröte bewegt sich überhaupt nicht mehr. Kein Wunder, dass keine Besucher mehr kommen. Zum Glück hat Tierpfleger Timo eine geniale Idee. Musik tut gut! Die Kinder lernen mit den Zoo-Tieren die Instrumente kennen und erleben, wie man mit Musik Gefühle ausdrücken kann.


Eintrittskarten an der Theaterkasse,

Änderungen vorbehalten


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