Güstrow : Zuckermelonen – erster Versuch geglückt

Angelika Pohle hat eine Zuckermelone geerntet, eine zweite Frucht darf noch ein bisschen weiterwachsen. Fotos: REgina Mia
Angelika Pohle hat eine Zuckermelone geerntet, eine zweite Frucht darf noch ein bisschen weiterwachsen. Fotos: REgina Mia

Hobbygärtnerin in Dettmannsdorf probiert immer wieder Neues aus – SVZ sucht Gartengeschichten.

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04. August 2016, 05:00 Uhr

Immer wieder mal etwas Neues ausprobieren, das macht das Gärtnern so spannend, meint Angelika Pohle (63). Erstmals erntete sie jetzt Zucker- und Wassermelonen im Gewächshaus. Im lang gezogenen, schmalen Garten hinter dem Haus in Dettmannsdorf gedeihen aber auch Bohnen, Kartoffeln, Zucchini. Gerade noch hat sie die letzten Sauerkirschen geerntet.


„Das öffnet auch die Seele“


„Die Idee mit den Zuckermelonen hatte meine Tochter, mit der ich zusammen den Garten bewirtschafte“, erzählt die Güstrowerin, die in Dettmannsdorf aufwuchs und für die Obst und Gemüse im Garten eine Selbstverständlichkeit sind. „Wir haben unseren Spaß daran zu sehen wie es wächst“, erklärt Angelika Pohle. Obst und Gemüse, das man selbst gezogen hat, zu ernten mache auch ein bisschen glücklich, fügt sie hinzu. Für die 63-Jährige ist es ein Ritual morgens schon vor dem Frühstück durch den Garten zu gehen und am Ende des Grundstückes die drei kleinen Gewächshäuser mit Tomaten, Gurken und Melonen zu öffnen. „Das öffnet auch die Seele, wenn morgens die Sonne scheint und die Vögel zwitschern“, formuliert Angelika Pohle.

Froh ist sie auch über eine gute Nachbarschaft. „Da wird auch mal was über den Zaun gereicht“, erzählt sie. Zuletzt habe sie von den Nachbarn einen Eimer voll Gurken bekommen. Die wurden im Steintopf eingelegt (Salzgurken) bzw. eingeweckt (Gewürzgurken). Angelika Pohle macht sich diese Arbeit noch. „Sicher kann man auch alles kaufen, aber beim Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten weiß ich, dass nichts gespritzt wurde“, sagt Angelika Pohle. Es sei Natur pur.

Zuletzt habe sie abends vor dem Fernseher gesessen und Kirschen entsteint, um sie einzufrieren. „Für eine Fruchtsuppe oder Kuchen“, erzählt sie. Die Kirschernte habe sich in diesem Jahr richtig gelohnt. Auch Marmelade kocht die 63-Jährige. Das beginne im Jahr mit Holunderblütengelee und ende mit Holunderesaft. Auch ein Likörchen werde mal angesetzt. Die Zucker- und Wassermelonen will sie nicht verarbeiten. Sie werden frisch verzehrt.

Gespannt sind wir auch auf ihre Gartengeschichten, ein besonderes Ernteglück oder auch Kuriositäten, eine besonders große Sonnenblume oder einen riesigen Kohlrabi… Schreiben Sie uns oder rufen sie an.

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