Weitendorf : Zucchini wiegt mehr als fünf Kilo

Hans-Joachim Both hat riesige Zucchini geerntet. Die größte bringt 5,1 Kilogramm auf die Waage.  Fotos: REgina Mai
1 von 2
Hans-Joachim Both hat riesige Zucchini geerntet. Die größte bringt 5,1 Kilogramm auf die Waage. Fotos: REgina Mai

Rekordernte bei Familie Both in Weitendorf – Selbstversorgung wird hier großgeschrieben.

von
15. August 2016, 05:00 Uhr

Gerade erst haben Renate (73) und Hans-Joachim Both (76) kleine Enten aus Raden geholt. Jetzt tummeln sich die Watterbäuschchen munter auf einer kleinen umfriedeten Wiese vor dem Gemüsengarten. Hier wachsen u.a. Zucchini-Prachtexemplare heran. Rekordverdächtig, meint Hans-Joachim Both. Vier der dunkelgrünen Riesenfrüchte hat er abgenommen. Zusammen bringen sie 18,6 Kilogramm auf die Waage. Das schwerste Exemplar wiegt 5,1 Kilogramm.

Dabei, so erzählen die Weitendorfer, ernte man gerade viel zu viele Zucchini. Ein Bekannter habe Pflanzen vorbei gebracht, weil er sie nicht wegwerfen wollte. „Also kamen sie in den Garten“, sagt Renate Both. Selbst lassen sie sich gern mal eine Zucchini-Suppe schmecken. Ansonsten könne sich das Federvieh auf dem Bauernhof im Kleinformat daran laben.


Der Bauer kann es nicht lassen


„Das war hier ein Bauernhof. Mein Mann ist hier großgeworden, hat in der Landwirtschaft gearbeitet. Er kann nicht davon lassen“, erklärt die 73-Jährige. Zum Glück müsse er den riesigen Gemüsegarten, in dem auch das Futter für die Tiere – zum Beispiel Rüben für die Kaninchen – heranwächst, nicht mit dem Spaten umgraben, gesteht Hans-Joachim Both. Dafür habe er die notwendige Technik. „Eigenproduktion ist Eigenproduktion“, betont der 76-Jährige. Alles würde ohne Chemie heranwachsen. Gedüngt wird mit dem, was die Tiere auf dem Hof hinterlassen. Und da kommt einiges von Hühnern, Enten, Gänsen, Kaninchen und Tauben zusammen. Für die Tauben hat er eine große Voliere gebaut. „Sonst holt der Sperber sie weg“, erklärt der Weitendorfer. Mit dem, was auf dem Hof heranwächst, könne man sich zu einem Teil selbst versorgen. Auch in der Verwandtschaft und im Bekanntenkreis habe man Abnehmer.


Sonnenblumen recken sich gen Himmel


Das Ehepaar hat seine Freude daran, wenn es gut gedeiht, die Blumen blühen. Nicht ohne Stolz zeigen sie auf die Sonnenblumen im Garten. Einige Exemplare sind wohl auf dem Weg die Drei-Meter-Marke zu knacken. Auch Weintrauben gibt es in diesem Jahr reichlich. „Eigentlich hatten wir die Weintrauben angeschafft, um die Blätter für die Salzgurken, die in einem Steintopf eingelegt werden, zu haben“, erinnert sich Renate Both. An ihr ist es, all das Gemüse und Obst aus dem Garten zu verwerten. Platz ist im Garten aber auch für Gladiolen und Studentenblumen – rein zur Freude.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen