zur Navigation springen

Tourismus : Ziel: „Strategische Allianz“ mit Nachbarn

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Krakow am See schlägt Kurortgemeinschaft mit Dobbin-Linstow und Kuchelmiß vor / Heute Diskussion der Stadtvertreter

von
erstellt am 27.Okt.2015 | 06:00 Uhr

Der Luftkurort möchte seinen Status für alle Ortsteile erlangen. Dies jedenfalls steht heute auf der Stadtvertretersitzung in Krakow am See an erster Stelle der Tagesordnung, Beginn in der Alten Schule ist um 19 Uhr. Im Wirtschaftsausschuss, der darüber bereits diskutiert hat, besteht darüber auch Einigkeit. Wird auch im großen Gremium heute ein mehrheitsfähiger Konsens gefunden, dann wäre das ein Auftrag an den Bürgermeister, das Anerkennungsverfahren einzuleiten.

Das Ansinnen betrifft die Ortsteile Charlottenthal, Groß Grabow, Klein Grabow, Marienhof, Bellin und Steinbeck. Diese Gemeinden bzw. Ortsteile bekamen, als sie zum Gemeindegebiet Krakow am See fusionierten, nicht automatisch den Titel mit zuerkannt. Somit sind sie derzeit bei der Entwicklung des Tourismus unter dem Gütesiegel „Luftkurort“ nicht einbezogen. Auch kann deshalb die Kurabgabe in diesen Ortsteilen nicht erhoben werden.

Etwa 12  000 Euro müsste sich die Stadt das Verfahren kosten lassen. Dazu sind z.B. klimatische Gutachten zu erarbeiten sowie Gutachten zur Beurteilung der Luftgüte oder auch der Lärmimmission. Möglicherweise könnten dafür ja Fördermittel genutzt werden. Im Ergebnis könnte das gesamte Gemeindegebiet von Krakow am See als Luftkurort deklariert werden. Die Anerkennung muss jedoch beim Schweriner Sozialministerium eingeleitet und beantragt werden.

Die Ortsteile Alt Sammit, Neu Sammit, Möllen, und Bossow besitzen bereits gemeinsam mit Krakow am See den Status „Luftkurort“.

Und der Blick zumindest einiger Krakower Stadtmütter und -väter geht noch weiter, geht über die Gemeindegrenzen hinaus. Gemeinsam mit den Nachbargemeinden Dobbin-Linstow und Kuchelmiß solle eine „strategische Allianz“ zum Ausbau und zur Entwicklung der lokalen touristischen Angebote eingegangen werden. Der Tourismus solle so zu einer „nachhaltigen und tragenden wirtschaftlichen Säule der Kommune“ ausgebaut werden. Die touristischen Potenziale rund um den Krakower See sollten auf diese Weise noch besser als bisher erschlossen werden. Bei einer Kurortgemeinschaft könnten auch Kuchelmiß und Dobbin-Linstow gemeinsam mit Krakow am See Luftkurorte werden.

Mit der Steuerung des Prozesses, der vom Anerkennungsverfahren für Dobbin-Linstow und Kuchelmiß als Luftkurort bis zur Bildung einer Kurverwaltung reicht, soll die Wokra betraut werden. Allerdings gibt es hier offenbar noch Diskussionsbedarf. Jeweils zwei Mitglieder mochten in Wokra-Aufsichtsrat und Wirtschaftsausschuss der Beschlussvorlage noch nicht zu folgen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen