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Landratswahl im Landkreis Rostock : Ziel: mehr Transparenz in Verwaltung

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Andreas Reinke ist offizieller Kandidat der Partei Die Linke für die Landratswahl am 22. September im Landkreis Rostock. Auf dem Kreisparteitag in Güstrow wurde der 39-jährige Familienvater aus Kösterbeck gewählt.

svz.de von
erstellt am 09.Jun.2013 | 06:50 Uhr

Güstrow | Andreas Reinke ist seit Sonnabend offizieller Kandidat der Partei Die Linke für die Landratswahl am 22. September im Landkreis Rostock. Auf dem Kreisparteitag in Güstrow wurde der 39-jährige Familienvater aus Kösterbeck mit 42 Ja-Stimmen und einer Enthaltung gewählt. Es gab keinen Gegenkandidaten. Mit Reinke an der Spitze steigt jetzt auch die Linke als letzte große Partei im Landkreis ins Rennen um den Landratsposten ein. Mit Sebastian Constien (33) aus Bützow hatten bereits die SPD und mit Katy Hoffmeister (40) aus Bad Doberan die CDU ihre Landratskandidaten gekürt (SVZ berichtete).

"Ich möchte im Landkreis die Verantwortung übernehmen", zeigte sich Reinke erfreut über das klare Wahlergebnis. Der Diplom-Jurist, der sich selbst als "demokratischen Sozialisten" bezeichnet, trat im Jahr 2004 in die PDS ein. Anlass sei die durch Hartz IV hervorgerufene soziale Ungerechtigkeit gewesen, sagte er in seiner Vorstellung auf dem Kreisparteitag. Neben seiner sozialen Ader betonte Reinke zudem, dass ihm "das Menschliche" wichtig sei. "Ich stehe für eine transparente Kreisverwaltung und will die Menschen bei Entscheidungen mitnehmen. Sie müssen wissen, wie Entscheidungen zu Stande kommen, damit sie sie mittragen können", so Reinke, der seit 2011 Geschäftsführer des Kreisverbandes Die Linke Rostock ist. Er sprach sich weiterhin dafür aus, die Antragsbearbeitung im Sozialbereich der Kreisverwaltung zu optimieren, das Land bei der Altfehlbetragsumlage in die Pflicht zu nehmen sowie die Kreisumlage nicht festzuschreiben, sondern jährlich neu mit den Gemeinden - "auf Augenhöhe" - zu verhandeln.

Heidrun Bluhm, Direktkandidatin der Linken im Wahlkreis 17 für die diesjährige Bundestagswahl, war die erste, die Reinke zu seiner Wahl beglückwünschte. Gemeinsam mit ihm wolle sie jetzt voll in den Wahlkampf einsteigen. Andreas Lange, Linker und Vorsitzender des Personalrates der Kreisverwaltung, bezeichnete Reinke im Vergleich zu den anderen Landratskandidaten als "eine wählbare Alternative, mit der man nicht unbedingt rot werden müsse". Auch Karin Schmidt, Fraktionsvorsitzende der Linken im Kreistag, freute sich über das klare Ergebnis: "Wir haben einen tollen Kandidaten. Schon die Kreistagsfraktion hatte sich einstimmig für Andreas Reinke ausgesprochen. Wir sichern ihm unsere volle Unterstützung im Wahlkampf zu."

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