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Geburtenwelle im Tierpark Lelkendorf : Ziegen-Drillinge trotz Bibber-Winters

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Mit den tiefen Temperaturen steigen auch die Anforderungen für Mensch und Tier im Haustierpark Lelkendorf. Doch schon mehr als 20 Jungtiere und sogar eine Drillingsgeburt der Juan-Fernandez-Ziegen konnte man verbuchen.

svz.de von
erstellt am 10.Feb.2012 | 09:47 Uhr

Lelkendorf | Mit den derzeit tiefen Temperaturen steigen auch die Anforderungen für Mensch und Tier im Haustierpark Lelkendorf. "Während sich die Tierpark-Mitarbeiter nach dem Zwiebel-Schichten-Prinzip gegen den Frost schützen, kommen die an ganzjährige Freilandhaltung gewöhnten alten und seltenen Nutztierrassen mit der kalten Witterung aber noch recht gut zurecht", sagt Tierparkleiter Jürgen Güntherschulze. Durch dickeres Einstreuen mit Stroh und Verstopfen zugiger Ritzen in den Tierunterkünften versuchen die Mitarbeiter die Tiere vor der Kälte zu schützen.

"Und ausgerechnet jetzt, in dieser extremen Wettersituation, ist die erste Geburtenwelle des Jahres in vollem Gange", so Güntherschulze. Schon mehr als 20 Jungtiere in acht Gehegen seien fast alle problemlos zur Welt gekommen: Lämmer und Zicklein gefährdeter Schaf- und Ziegenrassen und ein Tarpan-Fohlen sowie das erste Ungarische Steppenrind dieses Jahres. Sogar über eine Drillingsgeburt der besonders vom Aussterben bedrohten Juan-Fernandez-Ziegen konnte sich der Haustierpark Lelkendorf jetzt freuen.

Leider sei aufgrund des gefrorenen Bodens für Wildtiere im und außerhalb des Tierparks die Nahrungsbeschaffung schwierig geworden, so dass sie sich mehr und mehr auf leicht zu schlagende Tierparktiere spezialisiert hätten, sagt Güntherschulze. "Füchse, Waschbären oder Marderhunde haben bereits nachts in offenen Gehegen neugeborene Lämmer und Zicklein getötet und verschleppt." Der Beutegreifer-Druck durch Bussarde, Habichte und die zahlreichen Kolkraben auf Tauben am Taubenschlag, Kaninchen und Meerschweinchen, Hühner und Enten und selbst neugeborene Ferkel nehme ständig zu. "Wegen dieser Gefahr müssen wir Kleintiere und werdende Muttertiere rechtzeitig wegsperren", so der Tierparkleiter. Die Kolkraben würden ihre angeborene Scheu nicht verlieren und ließen sich selbst direkt in den Tierparkgehegen an den Futterplätzen kaum noch verscheuchen.

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