Güstrow : „Zeugen des Glaubens“ geweiht

Von Erzbischof Werner Thissen wurden die Glocken mit Weihrauch besprengt. Die Glocken ersetzten das alte Geläut. Es war vor 80 Jahren vom Kriegsgefangenenlager in Bockhorst übernommen worden. Die alte Glocke bekommt in der Kirche einen Ehrenplatz.
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Von Erzbischof Werner Thissen wurden die Glocken mit Weihrauch besprengt. Die Glocken ersetzten das alte Geläut. Es war vor 80 Jahren vom Kriegsgefangenenlager in Bockhorst übernommen worden. Die alte Glocke bekommt in der Kirche einen Ehrenplatz.

Katholische Pfarrgemeinde: neue Marienglocke und Niels-Stensen-Glocke rufen zum Gottesdienst / Erzbischof Dr. Werner Thissen in Güstrow

svz.de von
17. März 2014, 06:00 Uhr

Zwei „Zeugen des Glaubens“ wurden am Sonnabendabend in der Katholischen Pfarrgemeinde „Mariä Himmelfahrt“ in Güstrow geweiht. Die Marienglocke, 138 Kilogramm, und die Niels-Stensen-Glocke, 87 Kilogramm, sollen künftig die Gläubigen zum Gottesdienst rufen.

Zur Weihe war Erzbischof Dr. Werner Thissen angereist. „Eine Glockenweihe ist etwas Besonderes für eine Gemeinde, denn das gibt es nicht so häufig“, sagte er. Auch für ihn war es ein heiliger Moment als er die Glocken weihte. Jedes hatte dabei seine Symbolik: das Weihwasser, der Weihrauch und schließlich eine Chrisam-Salbe, denn die Glocken stehe im Dienste Christi, des Gesalbten. „Segne diese Glocken, die dein Lob verkünden“, betete der Erzbischof. Anschließend wurden die Glocken von mehreren Gemeindegliedern und Güstrows Bürgermeister Arne Schuldt nach Fürbittgebeten angeschlagen.

Für die Güstrower Gemeinde war es ein Fest. Darum war die Kirche fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Ein Chor hatte sich zusammen getan: Aus Rostock, Krakow am See, Teterow, Bützow und Güstrow waren Sänger gekommen. Viele weitere hatten dazu beigetragen, dass alles so gelingen konnte. So baute Josef Dirks den Glockenstuhl, so dass die Glocken erst einmal in der Kirche einen Platz haben, bis sie an Ort und Stelle eingebaut werden. Das kann erst erfolgen, wenn die Bauarbeiten weiter gehen.

Reinhard Schlegel hat im Bauausschuss die Fäden für die Sanierung in der Hand. Obwohl das Geld knapp gewesen sei, habe man mehr sanieren können als zuerst angenommen. „Wir haben die Baukoordinierung und Planung selbst übernommen und viel in Eigenleistung getan“, erzählt der 63-Jährige. Durch kleine und größere Spenden habe man dann für neue Glocken gesammelt und habe das Geld zusammen bekommen. So wie Geld da ist, geht es mit der Sanierung weiter. U.a. soll zuerst die Modernisierung der Glockentechnik abgeschlossen werden. Und erst dann, wenn die beiden Glocken hängen, werden sie in den Tönen „a“ und „fis“ zum Gottesdienst rufen.




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