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Güstrower Anzeiger

16. Dezember 2017 | 21:41 Uhr

Zeit für die Dorfgemeinschaft

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

SVZ-Serie „Ehrensache“: Christian Grosche arbeitet ehrenamtlich in Charlottenthal und engagiert sich für das Miteinander

Ehrenamt gehört für den 31-Jährigen einfach dazu. Schon als Kind hat Christian Grosche das erfahren und ist nun selbst aktiv in Charlottenthal. Seit drei Jahren hat er den Vorsitz des Sport- und Technikzentrums Charlottenthal inne. Dieser Verein ist nicht nur Förderverein für die Freiwillige Feuerwehr in Charlottenthal, sondern es geht auch um die Bewirtschaftung des Dorfzentrums und den Feuerwehrsport. Seit vergangenem Jahr setzen sich die Mitglieder auch für die Flüchtlinge ein.

„Meine größte Motivation zum Ehrenamt ist, dass ich selbst mit diesem Engagement anderer aufgewachsen bin“, sagt Christian Grosche. Geboren in Magdeburg, wuchs er in Charlottenthal auf. Die Grundschule besuchte er in Lüdershagen und fuhr dann nach Güstrow zum Gymnasium. Seinen Zivildienst leistete er in Schwerin im Augustenstift ab und studierte schließlich in Neubrandenburg Pflegewissenschaften-Management. Derzeit ist er bei der Malteser-Betreuung Bad Doberan angestellt und hier für die Flüchtlinge in Charlottenthal und Krakow am See zuständig. Durch seine Arbeit weiß er genau, was die Neuankömmlinge benötigen und hat natürlich auch viele Kontakte.

Für ihn ist die Integration dieser Menschen wichtig. Dafür setzt sich der Verein ebenso ein. Es werden große Sporthöhepunkte im Ort oder auch Arbeitseinsätze organisiert. „Da kommen manchmal 70 Leute zum Helfen“, erzählt er. Bei knapp 200 Einwohnern sei das eine sehr gute Zahl.

2013 wurde ein großes Projekt „Jung und Alt – Gemeinsam sind wir stark“ mit örtlichen Vereinen und Unternehmen in Angriff genommen. Ein Höhepunkt war hier das gemeinsame Sommerfest auf dem dadurch neu gestalteten Dorfplatz mit dem selbst errichteten Pavillon. „Die Bürger sind sehr engagiert“, lobt Christian Grosche. Genau das motiviert den 31-Jährigen Familienvater. Es sei schön, wenn gemeinsame Projekte initiiert würden, weil sich die Teilnehmer mit dem Entstandenen besser identifizieren würden. „Das fördert die Gemeinschaft“, sagt er.

Der Feuerwehrsport bestimmte in den vergangenen 16 Jahren seine Freizeit in großem Maße. Hier hat er viele Freunde und auch seine Frau kennen gelernt. An diesem Wochenende, wenn in Rostock die Deutschen Meisterschaften stattfinden, ist auch Christian Grosche natürlich wieder mit dabei. Dass Christian Grosche, der mit Ehefrau Maria 2013 nach Charlottenthal zog, auch in der freiwilligen Feuerwehr aktiv ist, gehört für ihn ebenso dazu. So könne er Menschen helfen. „Man erfährt viel Dankbarkeit“, sagt er. Den Asylbewerbern Hilfe zur Selbsthilfe zukommen zu lassen, sei das i-Tüpfelchen seiner Arbeit. „Oftmals fehlt nur ein kleiner Anstoß, dass sie selbstständiger werden.“

Der Vater der zweijährigen Hanna stecke zwar viel Zeit ins ehrenamtliche Engagement, doch die Arbeit sei nicht umsonst. „Wenn ich dann die Kinder auf dem Spielplatz spielen sehe, weiß ich, warum ich das tue“, sagt er.

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