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Die Not mit der Notdurft : Zeit des Wildpinkelns bald vorbei

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Entspannung der WC-Situation am Güstrower Bahnhof: Stadt übernimmt nun doch Toilettenanlage

von
erstellt am 15.Sep.2014 | 14:10 Uhr

Es geschehen noch Zeichen und Wunder, möchte man meinen. Wenn nicht noch Unvorhergesehenes dazwischen kommt, wird das moderne Toilettenhäuschen neben dem Güstrower Bahnhof ab dem nächsten Jahr nutzbar sein. Damit sollten dann die Zeiten des Wildpinkelns endlich zu Enden gehen.

„Das wäre ja super“, sagte gestern Taxifahrer Andreas Jürß. Er und seine Kollegen würden sich sehr freuen. „Das ist ja auch wirklich kein Zustand hier“, betont er. Es waren die Taxifahrer, die im vergangenen Winter ihrem Ärger wegen der Not mit der Notdurft am Güstrower Bahnhof Luft gemacht hatten (SVZ berichtete). Die Stadtvertreter griffen das Problem auf. Auf der jüngsten Sitzung informierte nun Bürgermeister Arne Schuldt, dass man mit der Deutschen Bahn einen Vertrag zur Übernahme der Toilettenanlage verhandelt habe. Die Stadt würde die Anlage zunächst für einen Zeitraum von fünf Jahren pachten und selbstständig betreiben. Genau das aber erschien vor Jahren undenkbar. Lange schwelte der Streit zwischen der Deutschen Bahn und der Stadt um das Toilettenhäuschen. Das hatte die Bahn im Zuge der Umgestaltung des Umweltbahnhofs errichtet und mit der Stadt einen Vertrag zur Betreibung abgeschlossen. Der Stadt aber war das zu teuer. Mit 18 000 Euro war der Unterhalt des Häuschens pro Jahr veranschlagt. Die Stadt kündigte den Vertrag, die Bahn pochte auf den Vertrag – das Klohäuschen blieb geschlossen und die Jahre vergingen.

„Die Bahn ist uns jetzt sehr entgegengekommen“, erklärte gestern auf SVZ-Nachfrage Andreas Brunotte den Sinneswandel. Konkrete Zahlen könne er noch nicht nennen, der neue Vertrag liege erst im Entwurf vor, so der stellvertretende Bürgermeister. Fraglos sei es die günstiges Variante die vorhandenen Gegebenheiten zu nutzen, unterstreicht Brunotte. Die Bahn müsse die Anlage allerdings erst wieder herrichten. Die Stadt übernehme das WC und werde die Dienstleistung dann ausschreiben.

Schon vor Jahresmitte hatte sich die WC-Situation am Güstrower Bahnhof zumindest entspannt. Der Betreiber des Cafés „Rondell“ hatte sich verpflichtet seine Toiletten tagsüber der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. Dazu gibt es eine vertragliche Vereinbarung mit der Stadt. Über eine endgültige Lösung des eher unappetitlichen Problems, so hatten die Stadtvertreter kurz vor den Kommunalwahlen im Mai entschieden, sollten die künftigen, also die jetzigen Stadtvertreter entscheiden. Die Lösung kommt nun schneller als erwartet.
 

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