„Xaver“ wütet: Bäume umgeknickt, Dächer abgedeckt

Orkantief hielt Einsatzkräfte im Landkreis in Nacht zu gestern in Atem / Keine Personenschäden / Einsatzbereitschaft bereits runtergefahren

svz.de von
07. Dezember 2013, 08:00 Uhr

Keine Ruhe für die Feuerwehren in der Nacht zu gestern. Das Orkantief „Xaver“ wütetet auch im Landkreis und hielt sämtliche Einsatzkräfte in Atem. Zu insgesamt 142 Einsätzen mussten die Kameraden ausrücken, informiert die Einsatzleitstelle. Doch die gute Nachricht vorweg: Personen wurden nach bisherigen Erkenntnissen nicht verletzt. Unzählige Bäume knickten um, blockierten Straßen und beschädigten Autos, Dächer wurden abgedeckt und Bauzäune stürzten ein. Im gesamten Bereich des Polizeipräsidiums Rostock kam es zu 77 Polizeieinsätzen aufgrund von Sturmschäden. Das Orkantief verursachte zudem in der Nacht zu gestern mehrere Störungen in der Mittelspannungsebene im Netzgebiet des Stromversorgers Wemag. Rund 4000 Kunden konnten über die Region verteilt nicht mit Strom versorgt werden, besonders betroffen war auch der Bereich Bützow.

„Beim letzten großen Sturm ,Christian’ hatten wir im Landkreis rund 100 Einsätze. Jetzt bei ,Xaver’ waren es deutlich mehr“, sagt Kreissprecherin Petra Zühlsdorf-Böhm. Die Einsatzbereitschaft werde auch bis heute, allerdings vermindert, aufrechterhalten. „Wir sind weiterhin auf alles vorbereitet.“ Auch die Güstrower Feuerwehr hat ihre seit Donnerstag 16 Uhr geltende erhöhte Einsatzbereitschaft runtergefahren, sagt Wehrführer Hannes Möller. „Wir haben eine wirklich unruhige Nacht hinter uns mit einem hohem Einsatzaufkommen.“ Allein von Donnerstag 21 Uhr bis Freitag Morgen um 1.30 Uhr mussten die Kameraden in Güstrow und Umgebung zwölfmal ausrücken. 30 Feuerwehrleute mit sechs Fahrzeugen kümmerten sich vor allem um umgestürzte Bäume. „In Güstrow hatten wir zudem zwei umherfliegenden Dachplatten“, so Möller. So u.a. im Ebereschenweg. In Bauhof wurde ein Auto durch einen umgeknickten Baum beschädigt. Zwischen Güstrow und Prüzen, Prüzen und Boldebuck und auch zwischen Klueß Richtung Teterow blockierten Bäume die Fahrbahnen. Ein Anrufer teilte der Polizei Donnerstagabend per Notruf mit, dass ihm während der Fahrt auf der L 17 von Zehna in Richtung Gutow ein Baum auf das Auto gefallen ist. Er hatte dabei Glück im Unglück, denn er blieb unversehrt. „Wir konnten alle Bäume wieder schnell von den Straßen holen“, sagt Möller.

Entwarnung kam gestern Morgen vom regionalen Busunternehmen „rebus“. Hatten die Verantwortlichen im Vorfeld des Sturms noch mit zahlreichen Ausfällen gerechnet, hieß es gestern auf SVZ-Nachfrage bei Betriebsleiter Thomas Nienkerk: „Alle Busse fahren planmäßig, auch über Land läuft der Linienverkehr. Es gibt lediglich einzelne Verspätungen wegen der Witterung.“




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