Vorläufiger Schlussstrich der Diskussion : Wunschkonzert für Güstrows "Oase"

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Der Folge-Treff nach der Oktober-Diskussion mit Gästen des Güstrower Bades "Oase" zu Kritiken und zur Zukunft des Bades war ein Wunschkonzert. Jetzt müssen Geschäftsführung und Stadtvertreter Entscheidungen treffen.

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25. Januar 2013, 05:59 Uhr

Güstrow | Der Folge-Treff nach der Oktober-Diskussion mit Gästen des Güstrower Bades "Oase" zu Kritiken und zur Zukunft des Bades am Donnerstagabend im Kundencenter der Stadtwerke war zunächst ein Wunschkonzert. Jens-Hagen Schwadt, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke, bat jeden Teilnehmer um einen Wunsch. Die Wünsche bestätigten das, was seit Monaten diskutiert wird (siehe unten). Indes das Ergebnis ergab Bekanntes und zu wenig Befriedigendes. Zumindest für diejenigen Stammbesucher, die die Gespräche mit der Geschäftsführung suchen, weil sie den Status Quo und die Entwicklung kritisch betrachten. Ein Punkt war deshalb wieder eine rabattierte Jahreskarte. Bisher kostete sie 500 Euro, wurde aber aus wirtschaftlichen Gründen abgeschafft. Heike Hering räumte ein, dass diese Summe nicht mehr "zeitgemäß und angemessen" ist. Trotzdem wünschen sie und viele andere sich Jahreskarten, am besten in den einzelnen Bereichen gestaffelt.

Sanierung wird für 600 000 Euro vorbereitet

Hintergrund ist die "Freiheit", die eine solche Karte dem Besucher gibt. Er kann kommen und gehen, wann er will. Wie das aussieht, erläuterte Hans-Joachim Zent. Der Güstrower nutzt die "Oase" nach einem schweren Unfall von Beginn an für die Rehabilitation. Für die 500 Euro ging er rund 250-mal im Jahr in die "Oase". Macht er das weiter so, rechnete er vor, kostet ihn das mit der 250-Euro-Karte mit 20 Prozent Rabatt bei zwei Stunden Eintritt 2000 Euro…

Jens-Hagen Schwadt griff die Vorstellungen auf und formulierte für "Oase"-Betriebsleiter Frank Schlatz: "Bitte untersuchen, ob es eine Benutzergruppen-bezogene Jahreskarte mit Rabatt für den Sport- und Saunabereich geben kann." Eine Antwort dazu gab es am Donnerstag nicht. Bei Frank Schlatz sah man allerdings ein leichtes Kopfschütteln.

Schlatz resümierte im Zusammenhang mit den Kritikpunkten, dass die "Oase" überdurchschnittlich in den Umsätzen im Wellness- und Gesundheits/Präventionsbereich zugelegt habe. Vorbereitet werde Reha-Sport, so Schlatz. Sein Schluss: "Dieser Weg ist richtig, mit diesen zusätzlichen Angeboten wird das Bad gesichert." Die Betriebsleitung bleibt bei ihrer Position, dass das Preissystem flexibel und familienfreundlich ist. Ohne Zahlen zu nennen, sagte Schlatz: "Wir hatten bei den Besuchern nach dem Abbau der Rutsche keinen Einbruch." Als positive Reaktion auf die Oktober-Diskussion nannte er die verlängerten Öffnungszeiten von Mai bis September am Abend. Dazu zählt Schlatz ebenfalls das Auslegen der Bahnbelegungen. Alle Investitionen würden sich als Ziel im Basiskonzept wiederfinden. Darin sei nach wie vor eine Erweiterung der Wasserfläche vorgesehen. Das aber bedürfe einer politischen Entscheidung durch die Stadtvertretung. Dazu erklärte Jens-Hagen Schwadt die nächsten Überlegungen. Damit, wie von "Oase"-Gästen angemahnt, das Bad eines Tages nicht wegen "Langeweile" im Angebot schließen muss. Schwadt informierte, dass bereits demnächst die Sanierung der "Oase" vorbereitet werde. Das werde vermutlich 600 000 Euro kosten und sei das "Mindestmaß", um den Status Quo des Bades zu sichern. Schwadt: "Darüber gibt es auch einen Konsens." An diesen Kosten werde sich auch die Stadt beteiligen. Ansonsten sei es nach wie vor so, dass alle Defizite von den Stadtwerken als "Mutter" der "Tochter" "Oase" getragen werden. Die Kredite für den Bau löst bis 2020 die Stadt mit einer jährlichen Summe von 500 000 Euro ab. Was danach komme, so Schwadt, sei mit der Realisierung des Basiskonzeptes eine "andere Nummer". Da gehe es um 3,5 Millionen Euro, um Fördermittel und, und, und. Da gebe es noch keine Zeitschiene.


Die Wünsche:

• gestaffelte Jahreskarten als Äquivalent zur Goldkarte zu erschwinglichen Preisen (Hans-Joachim Zent, Heike Hering)
• Entscheidungen, die garantieren, dass es die „Oase“ auch nach 2020 gibt, wenn die Kredite bezahlt sind (Sascha Zimmermann)
• gestaffelte Preise für Schwimmen, Therme und Sauna (Annamaria Düvel, Heike Hering)
• nach Abbau der Rutsche für mehr Spaß und weniger Langeweile für Kinder und Jugendliche sorgen (Andreas Marold)
• durchgängige Öffnungszeiten von September bis Mai von 10 bis 22 Uhr und den ersten Sauna-Aufguss am Vormittag um 11.15 statt um 12.15 Uhr (Fanny und Jürgen Liebscher)
• Erweiterung des Saunabereiches, evt. Thema für einen „Oase“-Förderverein (Jens-Hagen Schwadt)

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