Krakow am See : „Wow-Momente“ in Öl gemalt

Das Bildn eines aufsteigenden Möwenschwarms verkaufte Wiebe für 1000 Euro nach Paris.
Das Bildn eines aufsteigenden Möwenschwarms verkaufte Wiebe für 1000 Euro nach Paris.

Berliner Künstlerin Anna Wiebe stellt in der Alten Synagoge in Krakow am See aus.

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19. März 2018, 05:00 Uhr

Während draußen der Wind eiskalt um die Alte Synagoge pfeift, eröffnet Cornelia Tute vom Krakower Kulturverein die Frühlingsausstellung der Künstlerin Anna Wiebe. Die gebürtige St. Petersburgerin zeigt bis zum 14. Mai stimmungsvolle Landschaften in dem Kulturzentrum. Die Vernissage war am Sonnabend. „Mich begeistern besonders die Details und die Präzision ihrer Malereien“, sagt Tute.

Die Bilder zeigen Eindrücke von Landschaften, die Anna Wiebe auf ihren Reisen durch Europa gesammelt hat. Dabei bilden die Motive der Öl- und Pastellbilder keinen roten Faden, sondern folgen der Intuition der Künstlerin. Über dem Eingang des Saals hängt etwa ein langezogenes Öl-Gemälde mit dem Titel „Bootshaus in Krakow am See“ aus dem Jahr 2014. „Mich zieht es zur klassischen Kunst. Wenn ich unterwegs bin und so einen Wow-Moment erlebe, schieße ich ein Foto und verarbeite die Eindrücke danach in meinen Bildern“, sagt die 32-Jährige.

Wiebe ist Kunstlehrerin und freischaffende Künstlerin. Ihre Malereien zeigen Landschaften aus Deutschland, Frankreich, Norwegen, Finnland, Irland und Schottland. Es ist ihre erste Schau in Mecklenburg-Vorpommern. Zuvor stellte sie in Lübeck, Bremen und Berlin aus. „Ein Traum von mir ist, vollständig von meinen Bildern leben zu können“, sagt Wiebe. Die Künstlerin kam 1996 als Wolga-Deutsche in die Bundesrepublik. Besonders die Jugendjahre in Sankt Petersburg prägten ihre Kunst. „Sankt Petersburg ist voll mit Kultur, Architektur und Museen. Ich besuchte viele Ausstellung als Kind. Das hat mich und meine Arbeit geprägt“, sagt sie.

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