Haustierpark : Wollschwein-Eber „Günni“ hat seine Sache gut gemacht

„Fritzi“ schon zum zweiten Mal Nachwuchs gebracht: vier kleine, wunderbar längsgestreifte, männliche Wildschwein-Frischlinge.
„Fritzi“ schon zum zweiten Mal Nachwuchs gebracht: vier kleine, wunderbar längsgestreifte, männliche Wildschwein-Frischlinge.

Nachwuchs bei Wildschweinen im Haustierpark Lelkendorf. Park kümmert sich um akut gefährdete Haus- und Nutztierrassen.

svz.de von
21. Juni 2016, 05:00 Uhr

„Fritzi“, das ist eine 2014 im Haustierpark Lelkendorf handaufgezogene Wildschweinbache. Sie ist seither umgänglich, freundlich, schmusig und auf ihren Ziehvater, Tierparkleiter Jürgen Güntherschulze, so sehr geprägt, dass er immer noch mit ihr im Wald ohne Leine spazieren gehen kann. Vor allem aber kann Güntherschulze am Tage niemals an ihrem Gehege vorbei gehen, ohne ihr einen Leckerbissen zu reichen und sie hinter den Ohren zu kraulen und mindestens fünf Minuten dabei mit ihr zu reden. Nun hat „Fritzi“ schon zum zweiten Mal Nachwuchs gebracht: vier kleine, wunderbar längsgestreifte, männliche Wildschwein-Frischlinge. „Die kleinen Flitzer werden schon genauso zutraulich wie Mutterbache Fritzi und die ebenfalls hier handaufgezogene Gehege-Mitbewohnerin, die Bache Berta“, erzählt Güntherschulze.

Das Besondere an den Frischlingen ist jedoch ihre Vaterschaft. Nachdem der ebenfalls 2014 verwaist gefundene und in Lelkendorf groß gewordene Keiler unberechenbar sowie gefährlich und daher abgegeben wurde, sollten die beiden Bachen „Fritzi“ und „Berta“ nicht „leer“ ausgehen. Als künftiger Familienvater bot sich der fünfjährige Schwalbenbauch-Mangalitza-Eber (Wollschwein) „Günni“ an, da Ferkel der Mangalitza-Wollschweine als einzige Hausschwein-Rasse auch gestreifte Ferkel besitzen. „Und Günni hat seine Sache gut gemacht“, sagt der Tierparkleiter. Nicht nur das: Auch die andere Bache „Berta“ hat in der Zwischenzeit geferkelt. „Leider wurden ihre Ferkel in der Nacht in der Schweine-Schutzhütte erdrückt, was bei unerfahrenen Jungbachen durchaus vorkommt“, sagt Güntherschulze. Allerdings habe dieser Verlust auch etwas Gutes: „Die vier heranwachsenden Frischlinge von Fritzi haben die zweite frische Milchquelle bei Berta entdeckt und nutzen nun ebenso diese Milchstriche wie die ihrer Mutter. Motto: Doppelt Trinken macht stark!“

Im Haustierpark Lelkendorf am Rande des Naturparks „Mecklenburgische Schweiz - Kummerower See“ können Besucher alte und in ihrem Bestand akut gefährdete Haus- und Nutztierrassen in naturnahen Gehegen beobachten. Der Haustierpark ist ganzjährig täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Mehr Infos im Internet unter www.haustierpark-lelkendorf.de.

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