Kunst aktuell : Wollhalle startet mit Lesung

Schaurig-schön soll es am 21. Februar in der Wollhalle werden, wenn Stefan Schael Edgar Allen Poe liest.
Schaurig-schön soll es am 21. Februar in der Wollhalle werden, wenn Stefan Schael Edgar Allen Poe liest.

Kultur aktuell 2014: „Kunst und Umwelt“ Höhepunkt im Jahresprogramm der Städtischen Galerie / Schülerausstellung im März/April

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05. Februar 2014, 06:00 Uhr

Die Ausstellung „Kunst und Umwelt“, die alle zwei Jahre als Höhepunkt in der Städtischen Galerie Wollhalle gilt, widmet sich in diesem Jahr „Auswegen“. Noch bis zum 21. Februar können sich Künstler aller Genres – Malerei, Grafik, Skulptur, Fotografie oder Installation – bewerben. Ab 11. Mai werden die „Auswege“ zu sehen sein. Die Präsentation endet am 6. Juli mit der Verleihung des Kunstpreises Ökologie.

Zuvor sind Werke des Malers und Kupferstechers Claus Müller-Schloen noch bis 16. Februar zu sehen. Es schließt sich die 6. Schüler-Biennale an. Überschrieben ist die Ausstellung des Landkreises Rostock mit „Schüler und die Kunst der Völker“. Gezeigt werden Arbeiten von Schülern u.a. aus Güstrow, Laage und Bad Doberan. „Im Unterricht geht es um die Antike, mittelalterliche Kunst, aber die Kunst anderer Völker berührt die Schüler kaum“, sagt Irene Heinze, Kunstlehrerin und Koordinatoren der Kunstlehrer im Bereich des Schulamtes Rostock. „Die Schüler schauen diesmal über den Tellerrand hinaus und entdecken dabei andere Kontinente und deren kunstvolle Reize“, fügt sie hinzu. Dabei gehe es nicht darum, etwas nachzumachen, sondern für sich zu empfinden. Irene Heinze kündigt großformatige Malerei, Plastiken, Holzarbeiten und auch Kleider an. Die Ausstellung habe immer viel Publikum. Das, da ist sich die Kunstlehrerin sicher, wird auch in diesem Jahr so werden.

Mit Michael Jastram kommt im Juli ein Berliner Künstler in die Wollhalle. Er zeigt Skulpturen aus Stahl und Bronze. Menschen und Tiere, utopische Inhalte und Motive wie ein Mondwagen, Wolkenwagen oder ein „Keltischer Wagen“ sind schon so etwas wie ein Markenzeichen des Bildhauers.


Plakate aus der SBZ und der frühen DDR


Plakate aus der Sowjetischen Besatzungszone (1945-49) und aus den frühen Jahren der DDR zeigt die Ausstellung vom 27. September bis 30. November in der Wollhalle. Gestaltet wird sie von Iris Brüdgam vom Stadtmuseum. Mit der Ausstellung zum 20. Jahrhundert in Güstrow ist der Raum für Sonderausstellungen im Museum verloren gegangen. Deshalb gibt es seit dem vergangenen Jahr eine Ausstellung in der Wollhalle. „Das Museum verfügt über einen riesigen Fundus an Dokumenten und Plakaten“, informiert die Kunsthistorikerin. Jene, die man auswählen wird, widerspiegeln die ganze Bandbreite des alltäglichen Lebens, informieren über die Ausgabe von Lebensmittelkarten, über Ausgangszeiten oder die Registrierung von Einwohnern, die Ankunft von Flüchtlingszügen. „Die Dokumente und Plakate machen deutlich, wie das Leben nach dem Krieg zunächst neu organisiert wurde und welche Aufbruchstimmung dann herrschte“, berichtet Iris Brüdgam.

Skulpturen von Dieter Prange zu Uwe Johnsons „Jahrestagen“ beschließen das Jahr in der Wollhalle. 80 Jahre alt wäre der Schriftsteller, der der Güstrower Bibliothek den Namen gab, in diesem Jahr geworden. Viele Veranstaltungen in der Bibliothek, u.a. vier zum Film „Jahrestage“, wird die Ausstellung ergänzen.

Bevor der Ausstellungsreigen beginnt, ist die Uwe-Johnson-Bibliothek bereits am 21. Februar, 19.30 Uhr, zu Gast in der Wollhalle. Dann heißt es: Es ist das Schlagen dieses fürchterlichen Herzens. Angekündigt wird Gruselromantik in einer musikalischen Lesung von Stefan Schael. Der Schauspieler und Stimmkünstler Stefan Schael erzeugt bei Kerzenschein liest aus den Werken von Edgar Alles Poes. Bei flackerndem Kerzenlicht und schaurig-schöner Musik können die Gäste den Eindruck gewinnen einer auferstandenen Figur des dunklen Dichters gegenüber zu sitzen.


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