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Krakow am See : Wohnungen und größere Ferienhäuschen am See

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Stadtvertreter verabschieden Änderungspläne für „Blechern Krug“ / Kritiker sprechen von „Gefälligkeit“

svz.de von
erstellt am 10.Feb.2016 | 06:00 Uhr

Im „Erholungsgebiet Blechern Krug“ können künftig ein paar Bürger mehr wohnen, einige Gäste des Luftkurortes bekommen mehr Platz in ihrem Urlaubsdomizil. Beides jedoch in geringem Umfang und in eng gefassten Grenzen. Dazu hat die Krakower Stadtvertretung jetzt den sogenannten Abwägungs- und Satzungsbeschluss gefasst sowie den Abschluss von städtebaulichen Verträgen mit den drei Vorhabensträgern beschlossen.

Konkret geht es bei der nunmehr 3. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 32, so die amtliche Bezeichnung, um drei Bestandteile. Im Ostbereich wird anstelle des Ferienhausgebietes ein allgemeines Wohngebiet ausgewiesen. Im Mittelbereich, zwischen dem dort ansässigen Bootsverleih und dem Uferbereich, soll ein neues „Ferienhausgebiet Mitte“ entstehen. Und drittens dürften nach Inkrafttreten der neuen Satzung die zulässigen Grundflächen der Ferienhäuser im Südteil größer ausfallen als bisher erlaubt.

Einhelligkeit zu den Plänen herrscht in der Stadtvertretung nicht. Michael Bock möchte sich den vom Landkreis bereits vor einem Jahr vorgetragenen Bedenken anschließen, dass es sich bei den Plänen um „unzulässige Gefälligkeiten“ für einzelne Bürger handele. Bocks CDU-Fraktion enthielt sich deshalb bei der Abstimmung der Stimme. So weit wollte Karl-Heinz Kleinpeter nicht gehen, machte aber deutlich, „letztmals zu solch einer Verfahrensweise“ ja zu sagen. „Es kann nicht sein, dass immer wieder ein Ferienhaus schrittweise zum Wohnhaus wird, obwohl das schon vorher allen klar ist“, moniert der Einzelbewerber. Christoph Küsters (Die Linke) sieht das ähnlich: „Der Fehler liegt aber lange zurück. Jetzt stimme ich nur deshalb zu, damit diese Bürger nun auch wirklich nach Krakow kommen.“

Damit umreißt Küsters das erklärte Ziel der Vorlage. Jedenfalls steht in der Begründung, alles diene „der Stabilisierung der Einwohnerzahl im Grundzentrum und der Entwicklung der Bettenkapazität für Feriengäste im Luftkurort und Tourismus-Schwerpunktraum im Binnenland“.

Immerhin hätten sachlich begründete Kritikpunkte – vor knapp einem Jahr flog die Vorlage deshalb von der Tagesordnung (SVZ berichtete) – im Verlauf einer zweiten Behördenbeteiligung ausgeräumt werden können. So werde die leichte Einschränkung (von sechs Metern) der an dieser Stelle vorgeschriebenen Sichtschneise auf den See nicht mehr beanstandet, und auch mit der unteren Naturschutzbehörde sei inzwischen Einvernehmen zu den vorgesehenen Änderung hergestellt, heißt es.

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