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Güstrower Anzeiger

11. Dezember 2017 | 01:34 Uhr

Krakow am See : Wohnen auf altem Sportplatz

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Krakower Stadtvertreter wollen für mehr Bauland sorgen / Beerboomscher Weg bereits ausgebucht

svz.de von
erstellt am 02.Feb.2016 | 06:00 Uhr

Komplett ausgelastet ist inzwischen das Wohnungsbaugebiet „Beerboomcher Weg“ am südöstlichen Stadtrand von Krakow am See. Zwar sinkt auch im Luftkurort die Einwohnerzahl. Optimistisch stimmt die Stadtvertreter jedoch eine steigende Geburtenzahl (siehe Statistik). Deshalb auch wollen sie jetzt das Projekt „Baugebiet Alter Sportplatz“ vorantreiben.

Im Gespräch ist der Gedanke seit drei Jahren. Da hatte der Bauausschuss schon auf die Möglichkeit zur Erschließung des Gebietes hingewiesen, als sich der Ausverkauf des Beerboomschen Weges längst abzeichnete. Zwischen dem neu gewachsenen Wohngebiet und der zur Landesstraße 37 umgewidmeten B103 wäre noch Platz innerhalb des Stadtgebietes. Der Sportplatz hier werde schon lange nicht mehr genutzt, nachdem am Jörnberg für den Fußballsportverein (FSV) die für den Trainings- und Spielbetrieb notwendigen Sozialeinrichtungen geschaffen worden sind. Erst recht nach dem Bau des neuen Schulsportplatzes sei nicht erwarten, dass auf dem alten Sportplatz jemals wieder Fußball gespielt wird.

Gut 3 Hektar umfasst die zur Verfügung stehende Fläche, die als reines oder auch allgemeines Wohngebiet – also mit eng beschränkter Zulassung für bestimmtes Gewerbe – ausgewiesen werden könnte. Voraussetzung ist die Aufstellung eines Bebauungsplanes. Für solch einen, beziffert mit Nummer 43 und der Bezeichnung „Alter Sportplatz/Beerboomscher Weg 3“, hat die Stadtvertretung jetzt den Aufstellungsbeschluss gefasst.

Über die Notwendigkeit, weitere Wohnbauflächen zu schaffen und dies in diesem Gebiet, besteht Einigkeit. Christoph Küsters (Die Linke): „Bauland zu schaffen ist dringend geboten!“ Noch offen scheint, ob die Stadt die Flurstücke der geplanten Erschließungsfläche verkauft oder ob sie selbst das Erschließungsverfahren durchführt. Letzteres favorisiert der Bauausschuss. Nils Ruhnau (CDU) möchte lieber erst noch abwägen, ob städtisches Engagement finanziell wirklich günstiger kommt, anstatt es in die Hände von privaten Trägern zu legen.

So oder anders müsste parallel zur Bauleitplanung auch noch der Flächennutzungsplan geändert werden, will man das Vorhaben verwirklichen. Planungsverband und Landkreis hätten bereits vor drei Jahren eine wohlwollende Stellungnahme signalisiert. Erforderlich wird noch eine umweltrechtliche Bewertung sowie möglicherweise auch eine nähere Untersuchung des Baugrundes.

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