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Abriss : Wohnblock weg – Kirchturm wieder sichtbar

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Block in Recknitz seit Jahren leer / Gemeinden will an der Stelle drei Baugrundstücke anbieten

von
erstellt am 10.Okt.2014 | 22:00 Uhr

Der Wohnblock in Recknitz wird abgerissen. Vor Jahren schon hatte die Gemeinde das Gebäude aufgegeben und nach und nach leergezogen. Als Fördermittel über das Bodenordnungsverfahren für den Abriss zugesagt waren, konnte das Vorhaben nun endlich in die Tat umgesetzt werden. Rund 60 000 Euro muss die Gemeinde aus eigener Tasche beisteuern.

In dem kleinen Dorf mit der wunderschönen Kirche war der Wohnblock aus DDR-Zeiten immer schon eher ein Fremdkörper, der auch noch den Blick auf das Gotteshaus verstellte. „Die Wohnungen werden schon lange nicht mehr benötigt“, sagt Bürgermeister Holger Büttner. Nach einer Teilsanierung in den 1990er-Jahren war der Kredit dafür abgezahlt, was die Entscheidung erleichtert habe.

Anfang der Woche hatte der Abriss begonnen. Zunächst verschwanden die Nebengebäude – Garagen und Schuppen, auch die Kläranlage und ein Pumpenhaus. Auch das Wohnhaus präsentierte sich gestern nur noch als ein großer Haufen Schutt. Der werde zur nahen Recyclinganlage gebracht, berichtet der Bürgermeister. Auch die Fundamente werden entfernt. „Wir machen das Grundstück komplett frei“, betont Büttner. Zunächst werde ein Landwirt die Fläche pachten und bewirtschaften. „Damit wird es ordentlich und grün aussieht“, denkt der Bürgermeister.

Die Gemeinde beabsichtige an der Stelle zwei Baugrundstücke anzubieten. Es werde auch noch ein drittes hinzukommen, verrät Büttner. Der Nachbar, der Land von der Gemeinde gepachtet habe, wolle dieses zurückgeben. Büttner hofft, dass sich Interessenten finden werden. „Es ist ein ruhiges Dorf und Grundstücke an der Kirche haben durchaus ihren Reiz“, denkt Büttner. Gern würde man über den Grundstücksverkauf ein bisschen Geld in die Kasse bekommen und somit die Ausgaben für den Abriss schmälern.

Das Bodenordnungsverfahren Diekhof/Plaaz laufe weiter. Vieles, aber nicht alles sei inzwischen realisiert, macht Büttner aufmerksam. Auch in Zukunft, so denkt der Plaazer Bürgermeister, werde die Gemeinde in der Lage sein, Eigenmittel aufzubringen. Offen sei beispielsweise die Kopfsteinpflasterstraße in Zapkendorf. Dazu gebe es aber noch keine konkreten Überlegungen.

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