ERnst-Barlach-Stiftung : Wissenschaft und Märchen?!

Franziska Hell präsentiert eine ihrer ersten Ideen. Mit den Würfeln können Kinder ihr eigenes Märchen rund um die Werke von Ernst Barlach gestalten.
Franziska Hell präsentiert eine ihrer ersten Ideen. Mit den Würfeln können Kinder ihr eigenes Märchen rund um die Werke von Ernst Barlach gestalten.

Neue wissenschaftliche Mitarbeiterin der Barlachstiftung startet mit einer Märchenwerkstatt für Kinder

von
19. August 2015, 06:00 Uhr

Mit einer Märchenwerkstatt startet Franziska Hell (27) ins Berufsleben. Seit Anfang des Monats arbeitet sie für die Ernst-Barlach-Stiftung, ist hier wissenschaftliche Mitarbeiterin und insbesondere auch für die Museumspädagogik verantwortlich.

In der Märchenwerkstatt können Kinder selbst eine Geschichte mit Werken von Barlach und Elementen der Geschichte würfeln und zusammenfügen. Dafür können sich Kindergruppen außerhalb der Schulzeit anmelden. Franziska Hell arbeitet gern mit Kindern, doch genauso ist die wissenschaftliche Arbeit für sie bedeutend. „Ich finde die Plastiken Barlachs besonders interessant, aber auch die Sprache, die er in seine Figuren gebracht hat fasziniert mich.“ Als wissenschaftliche Mitarbeiterin betreut Franziska Hell das Erbe von Ernst Barlach. Für sie bedeutet das zum Beispiel in wissenschaftlichen Quellen zu recherchieren und Nachlässe Barlachs im Archiv neu zu erforschen, aber auch Plastiken zu untersuchen und wissenschaftliche Anfragen zu bearbeiten. Bei einem solch umfassenden Lebenswerk gebe es viel zu tun. Neben den Stadtführern und Kuratoren, übernimmt auch Franziska Hell Führungen für Schulklassen. Museumspädagogik beschränke sich jedoch nicht auf die Arbeit mit Kindern, erklärt sie, auch der Kontakt mit Senioren oder Menschen mit Einschränkungen gehöre beispielsweise dazu.

Die Konzeption von Ausstellungen zählt ebenfalls zu ihren Aufgaben. Doch bis Ende 2016 sind diese schon ausgeplant. Es könnte sein, dass sie 2017 ihre erste eigene Ausstellung konzipiert. „Ich habe sehr viele Ideen“, verspricht sie.

Studiert hat Franziska Hell Kulturwirtschaft, dazu gehören die Fächer Betriebswirtschaftslehre, Geschichte und Kunstgeschichte. Ihr Plan war es eigentlich in den Bereich Kulturmarketing zu gehen. Dieses Interesse möchte sie auch für ihre neue Tätigkeit nutzen. Den Masterabschluss erreichte sie vor zweieinhalb Jahren und bis vor Kurzem arbeitete sie in Bremen am Overbeck-Museum. Ernst Barlach war ihr keinesfalls unbekannt , aber natürlich musst sich Franziska Hell erst einarbeiten, was ihr jedoch viel Spaß bereitete: „Die Kollegen sind sehr hilfsbereit, ich habe natürlich noch viele Fragen, aber alle sind offen und freundlich.“, sagt die neue Mitarbeiterin.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen