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Ausstellung : „Wir wollen ein Zeichen setzen“

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Ausstellung im Kunsthaus Bützow eröffnet heute um 15 Uhr / Alle Bützower eingeladen, sich auf andere Gedanken bringen zu lassen

svz.de von
erstellt am 09.Mai.2015 | 06:00 Uhr

Die für heute um 15 Uhr im Kunsthaus Bützow geplante Vernissage für die neue Sonderausstellung findet statt, informierte Kunsthaus-Chef Karl-Werner Zießnitz. „Wir wollen ein Zeichen setzen“, sagte Zießnitz. Das Kulturleben in der Stadt müsse trotz der Tornado-Katastrophe weiter gehen, deshalb seien „alle Menschen, die auf andere Gedanken kommen wollen, herzlich eingeladen, um 15 Uhr dabei zu sein.“

Zu sehen gibt es Papierfaltungen, Kohlezeichnungen und abstrakte Malereien. Diese Mischung passt auf den ersten Blick nicht wirklich zusammen. Und genau das gefällt der Künstlergruppe „addition“. „Wir haben uns ja zusammengetan, weil wir so unterschiedlich sind. Das macht es interessanter“, stellt Helga Manowski klar. Sie stellt gemeinsam mit Josef Kutschera und Uta Ruppert im Kunsthaus aus.

Die Stile und künstlerischen Handschriften, die hier zusammenkommen versprechen eine abwechslungsreiche Schau. Angefangen mit Malerin Uta Ruppert, die sich vor allem mit abstrakten Bildern abhebt. „Es sind auf den ersten Blick alles Bilder, die ungegenständlich sind“, erklärt die Malerin. Tatsächlich zeigen ihre Werke aber sehr wohl Gegenstände, vor allem aber deren Vergänglichkeit. Es gehe ihr aber nicht darum, Dinge darzustellen, sondern eine Aussage zu treffen.

Einen unerwarteten Kontrast dazu bietet Josef A. Kutschera mit seinen Grafiken, Faltungen aber auch Malereien. Kutschera spielt gerne mit geometrischen Formen, schafft aus einfachen Rechtecken neue Objekte, die Tiefe entwickeln und so gar nicht nach simpler Falzarbeit aussehen. „Angefangen habe ich mit Faltungen im zweidimensionalen Bereich“, erklärt Kutschera, dem es sichtlich Freude bereitet, sich in die geometrischen Formen zu denken. In der Ausstellung zeigt er zudem dreidimensionale Objekte aus Holz und Metall, die ebenfalls gefaltete Gegenstände darstellen, denen eine einfache Grundform zugrunde liegt. Der Betrachter kann mit etwas räumlichem Vorstellungsvermögen nachvollziehen, wie Kutschera aus einem Bogen Papier zu den finalen Formen gelangte. „Hauptaufgabe ist für mich, etwas zu entwickeln, etwas neues zu entdecken“, sagt Kutschera.

Helga Manowski vervollständigt das Trio „addition“. Sie zeigt im Kunsthaus Kohlezeichnungen und Landschaftsbilder. Letztere zeigt die Künstlerin mehrheitlich zum ersten Mal. Eine Entscheidung, die Manowski ganz bewusst traf, nachdem sie bei der letzten Vernissage im Kunsthaus mit den Gästen ins Gespräch kam und versuchte, ihren Geschmack herauszufinden. Ihre Werke, die mecklenburgische Landschaften abbilden, sollen den Gästen Freude bereiten. „Sie sollen etwas wiedererkennen“, freut sie sich schon jetzt auf die Reaktionen der Besucher.

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