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Dachstuhlbrand in Wendorf : "Wir sind froh, dass wir am Leben sind"

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"Wir sind froh, dass wir noch am Leben sind und noch nicht geschlafen haben", sagen Martin Doliwa und Isabel Schmalfeldt. Sie wohnen in dem Reihenhaus in Wendorf, in dem es in der Nacht zu Heiligabend zu einem Brand kam.

Wendorf | "Wir sind froh, dass wir noch am Leben sind und noch nicht geschlafen haben", das sagen Martin Doliwa und Isabel Schmalfeldt. Sie wohnen in dem Reihenhaus Nummer 27 a in Wendorf, in dem es in der Nacht zum Heiligen Abend zu einem Dachstuhlbrand kam. "Wir waren gerade beim Einpacken der Weihnachtsgeschenke und wollten danach noch etwas essen", erzählt Martin Doliwa als Nachbar Hans-Joachim Jetschmann klingelte. Bei der Familie brach gegen 22 Uhr das Feuer aus. Als alles begann, ging es für Hans-Joachim Jetschmann ganz schnell. Die Sicherung flog heraus, er hörte ein Knistern und als er zum Boden eilte sah er schon die Flammen. Er informierte die Feuerwehr, die - wie das Leben manchmal spielt - zur Familie gehört. Denn der Plaazer Wehrleiter Danilo Plath ist Jetschmanns Schwiegersohn. "Bei Feuer bekommt man immer einen Schreck, aber Sie können sich vorstellen, dass das für mich natürlich noch ein etwas größerer war als ich angerufen wurde", erzählte der Feuerwehrchef am nächsten Tag. Da war bereits Dachdecker René Gabrys dabei, dass Dach notdürftig zu flicken.

Schneller Einsatz verhindert größeren Schaden

Aber zurück zu dem Augenblick kurz vor Beginn des Heiligen Abends, in dem alles wie im Zeitraffer ablief. Isabel Schmalfeldt: "Feuerwehren, Polizei und Ärzte waren wirklich schnell hier, so dass größerer Schaden verhindert wurde." Danilo Plath, der den Einsatz leitete, bestätigt: "Um 22.21 Uhr gingen die Sirenen, wenig später waren wir schon da." Das war auch notwendig, denn Plath weiß aus Erfahrung wie schnell sich im Dachstuhl ein Feuer ausbreitet. Das Problem in der Nummer 27 a war aber wie häufig die Rauchentwicklung. Sie war so stark, dass die 57-jährige Veronika Jetschmann mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Güstrower Krankenhaus gebracht werden musste. Aber noch am Heiligabend wurde sie entlassen. Plath: "Deshalb brauchten wir viele Kameraden mit Atemschutzgeräten. Aber auch das klappte gut." Das zweite Problem war der starke Wind in der Nacht. Wenn nicht so schnell gelöscht worden wäre, sagt Danilo Plath, hätte das Feuer den Dachstuhl noch mehr beschädigt. Vor allem das Haus von Martin Doliwa und Isabel Schmalfeldt wäre mehr betroffen worden.

Im anderen Sinne als gerade zu Weihnachten war das für die beiden Familien eine "schöne Bescherung". Besonders auch für Martin Doliwa und Isabel Schmalfeldt. Heiligabend waren sie schon wieder gefasst, aber als das Feuer ausbrach, war die fleißige Arbeit der Wochen davor dahin. Martin Doliwa: "Wir sind im Juli in das Haus gezogen und haben alles renoviert und eine neue Treppe eingebaut. Zusammen mit Weihnachten sollte das bei uns Heiligabend gefeiert werden. Daraus wurde natürlich nichts. Trotzdem machten die jungen Leute das Beste daraus und verlegten den Heiligabend mit Bescherung und Essen nach Zapkendorf zu den Eltern und Großeltern. Am 1. Feiertag sollten sie sowieso dort sein und der 2. Feiertag wurde wie geplant in Gremmelin bei den anderen Eltern verlebt.

Hans-Joachim Jetschmann und seine Frau wollten in ihrem Haus bleiben und durften es auch, weil es trotz des Feuers bewohnbar ist. Über die Weihnachtsfeiertage nahmen sie dann aber doch das Angebot von Tochter und Schwiegersohn an und waren in Plaaz. Beiden blieb der Schock aber noch lange in den Gliedern - ein Weihnachtsfest, was sie sobald nicht vergessen werden.

Die dritte Familie, die in dem Reihenhaus wohnt, blieb vom Feuer verschont.

Der Schaden in den anderen beiden Hausteilen wird auf ca. 15 000 Euro geschätzt. Die Ursache ist noch nicht geklärt. Wahrscheinlich war es jedoch ein technischer Defekt im Warmwasserspeicherofen. Die Kripo ermittelt. Im Einsatz waren die Feuerwehren Plaaz, Glasewitz, Spoitgendorf, Laage, Diekhof, Lüningsdorf und Kuhs mit 29 Kameraden. Gegen 4.30 Uhr am Heiligabend war er beendet und eine Brandwache kontrollierte die Situation.

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erstellt am 26.Dez.2011 | 06:33 Uhr

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