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Lawena : „Wir sind eine große Karnevalfamilie“

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Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Der 46-jährige Thomas Suhr ist Karneval-Profi durch und durch und neuer Präsident des Carneval Clubs Lawena / Große Geburtstagsshow im Laager Albertinum

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erstellt am 26.Jan.2015 | 05:00 Uhr

Wieder mal volle Hütte im Albertinum in Laage. Kurz vor der Jubiläumsshow „60 Jahre – keine Pause, wir feiern die Geburtstagssause!“ des Laager Carneval Clubs Lawena (CCL) am Sonnabendabend steigt die Aufregung bei Thomas Suhr. Es ist der erste große Karneval für den neuen CCL-Präsidenten. „Dieses große Jubiläum – und das erstmals als Präsident. Wer wäre da nicht aufgeregt“, sagt der 46-Jährige. Es ist die Premiere der Geburtstagsshow, restlos ausverkauft, mit einem komplett neuen Programm. Und Thomas Suhr wird sie moderieren. Doch der Laager ist Karneval-Profi genug, feierte er doch als 16-Jähriger Mitte der 1980er-Jahre erstmals Karneval in der Recknitzstadt. Seitdem ist er Mitglied im CCL und das Karneval-Fieber hat ihn nie wieder losgelassen. Und noch eine Tatsache kommt Thomas Suhr zu Gute: „Ich bin schon immer eine Rampensau gewesen. Vor vielen Leuten auf der Bühne zu stehen? Kein Problem für mich“, sagt er selbstbewusst.


Shows mit vielen Emotionen


Die Shows von Lawena sind beliebt, über die Region hinaus bekannt. Laage ohne seinen 1955 gegründeten Karnevalverein? Das geht für Thomas Suhr nicht. „Wir sind im CCL eine große Karnevalfamilie. Wir können uns aufeinander verlassen. Nur so kann ein Verein funktionieren“, sagt der Präsident, der im echten Leben als Kundenserviceleiter bei einem Kabelnetzbetreiber in Rostock arbeitet. Viel Freizeit opfern die rund 70 Vereinsmitglieder, um dem Publikum im Albertinum jedes Jahr aufs Neue ein professionelles Showprogramm zu bieten. „Ich bin immer wieder fasziniert, wie viele Emotionen bei unseren Shows rüberkommen und wie das Publikum begeistert mitgeht“, sagt der 46-Jährige. „Wir müssen vier Abendveranstaltungen anbieten, um dem Bedarf gerecht zu werden.“ Maximal 450 Leute passen ins Albertinum. Und diese Zahl wird bei den Lawena-Veranstaltungen auch immer ausgereizt. Das Stammpublikum ist groß.

Zum Karneval in Laage ist Thomas Suhr durch seinen Vater „Hanning“ Suhr gekommen. Der betreute damals das Männerballett und ist eine Art Ikone bei Lawena. „Meine Eltern waren gesellige Leute. Bei uns wurde immer viel gefeiert“, erzählt Thomas Suhr. Karneval sei optimal, um den Alltag ein paar Stunden zu vergessen, ist der Familienvater überzeugt. Gerade auch im Winter. „Vielleicht sind Karnevalisten auch Winterhasser“, räumt er ein. „Die Leute, die zu uns kommen, sind immer gut drauf, haben ein Lächeln im Gesicht, wenn sie den Saal betreten“, beschreibt er seine Faszination für den Karneval. „Ich selbst kann mich hier verwirklichen, die Leute als Moderator mitreißen.“


Albertinum für Laage erhalten


Die Vereinsmitglieder erwarten von Thomas Suhr, der vergangenes Jahr Holger Gysau nach 14 Jahren an der Spitze von Lawena ablöste, dass er das Erfolgsrezept von Lawena fortsetzt. „Also keine einschneidenden Veränderungen“, sagt Suhr. Unterdessen hat der CCL den seit Jahren brach liegenden Förderverein für das Albertinum reaktiviert. Ziel ist es, das Albertinum, mit dem der CCL so eng verbunden ist, auch in Zukunft zu erhalten. Die alte Halle ist reparaturbedürftig. „Wir wollen dabei eng mit der Stadt zusammenarbeiten und Sponsorengelder einwerben“, sagt der Präsident.

 

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