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Baubetriebshof Güstrow : Winterdienst: Beschwerden wieder mal programmiert

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Güstrower Baubetriebshof bereitet sich auf Wintereinsatz vor / Jedes Jahr bis zu fünf Anzeigen

von
erstellt am 29.Okt.2014 | 06:00 Uhr

Jedes Jahr gibt es Beschwerden über den Winterdienst der Stadt. Daran ist Hans-Peter Schröder, der den Güstrower Baubetriebshof seit 1995 leitet, bereits gewöhnt. „Na klar kommt es immer mal wieder vor, dass jemand ausrutscht und hinfällt“, sagt der 56-Jährige. Die Vorwürfe, bei Schnee und Glätte nicht korrekt gestreut zu haben, gehen dann immer direkt an ihn. Bis zu fünf Anzeigen bekommt die Stadt jeden Winter. „Bei den vergangenen Fällen waren uns aber keine Versäumnisse nachzuweisen“, versichert Schröder und verweist darauf, dass jedes seiner Fahrzeug mit einem digitalen Fahrtenschreiber ausgerüstet sei, also genau kontrolliert werden können, wann es wo im Einsatz war.

Auch dieses Jahr wird sich Schröder wieder einige Klagen anhören dürfen. Darum bereitet er den Winterdienst des städtischen Baubetriebshofes gerade penibel vor: Mitarbeiter werden belehrt, Dienstpläne ausgearbeitet und die Fahrzeuge umgerüstet. Zudem stellt Schröder ab November wieder die Schneefangzäune auf den Zufahrten nach Suckow und zum Krankenhaus auf. „Hier haben wir oft mit Schneeverwehungen zu tun“, sagt er.

Mit einem harten Winter rechnet Schröder, der von seinem Arbeitsplatz in der Langen Stege immer die aktuellen Wetterprognosen im Blick hat, allerdings nicht. Ein Wintereinbruch stehe auch nicht unmittelbar bevor. „Bei uns haben wir es meistens mit einem häufigen Tau-Frost-Wechsel zu tun“, erklärt er. „Das ist immer schlimm für uns, weil dadurch die Straßen stark in Mitleidenschaft gezogen werden. Wie in den vergangenen Jahren in der Weinbergstraße und Eisenbahnstraße löst sich dann der Asphalt.“ Langwierige Ausbesserungsarbeiten durch die Mitarbeiter des Baubetriebshofes seien die Folge.


„Wenn es schneit geht alles raus“


Insgesamt stehen 30 Mitarbeiter für den Winterdienst im Güstrower Stadtgebiet bereit. Zwölf Fahrzeuge sind auf zwölf Touren unterwegs, um Geh- und Radwege sowie die Fußgängerzone und Bushaltestellen von Schnee und Eis zu befreien. „Wenn es schneit geht alles raus“, gibt Schröder die Linie vor. 90 Tonnen Sand sind in der Langen Stege eingelagert. „Fast alles noch vom Vorjahr, weil wir bei dem milden Winter kaum etwas verbraucht haben“, so Schröder. Während der Baubetriebshof für die Wege verantwortlich ist, hat die Stadt das Unternehmen Veolia für die Räumung der Straßen in der Stadt beauftragt. Mit Feuchtsalz werden die rund 50 Kilometer Straßen zwischen Klueß und Suckow gestreut. „Wegen der Verkehrssicherheit ist Salz auf den Straßen unerlässlich“, sagt Schröder. Für die Wege in Güstrow würde hingegen Sand zum Abstumpfen ausreichen.

Er verweist zudem darauf, dass der Baubetriebshof im Winter nicht überall sein könne. „Die Bürger sind auch selbst verpflichtet, den Schnee vor ihrer Haustür bis zur Mitte der Straße zu beräumen.

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