Frühe Hilfen : Willkommen kleiner Neubürger

Martina Wittenberg besuchte Mama Nicole Dobberitz mit Jamie Samira
Martina Wittenberg besuchte Mama Nicole Dobberitz mit Jamie Samira

Willkommensbesuch bei Nicole Dobberitz und ihrer neugeborenen Tochter / Teil des Projektes „Frühe Hilfen“ von Landkreis und DRK

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24. Juni 2015, 06:00 Uhr

Die fünf Wochen alte Jamie Samira schlief tief und fest als ihretwegen Martina Witteberg bei Mama Nicole Dobberitz in Prüzen klingelte. Es sollte ein Willkommensbesuch zur Geburt der Tochter sein, der seit kurzem vom Landkreis Rostock gemeinsam mit dem Deutschen Roten Kreuz angeboten wird. „Ich überbringe die Glückwünsche des DRK und bringe Informationsmaterial für Angebote verschiedener Träger für Eltern und Kind“, sagt Martina Witteberg. Die 51-Jährige hatte sich für dieses neue Ehrenamt bereit erklärt, als dafür freiwillige Helfer gesucht wurden. „Ich wollte etwas tun, was sich gut mit meiner Arbeit vereinbaren lässt“, fügt sie an.


Zahlreiche Angebote für junge Eltern


Jamie Samira war das dritte Baby, das von Martina Wittenberg besucht wurde. Die 26-jährige Nicole Dobberitz nahm das Angebot gerne an. Es ist ihr erstes Kind, das sie gemeinsam mit Lebenspartner Nico Rosenow groß ziehen möchte. Auch wenn die 26-Jährige erst einmal gut allein zurechtkommt mit der völlig neuen Situation, ist sie für Informationsmöglichkeiten offen. „Babyschwimmen würde mich beispielsweise interessieren“, sagt die Einzelhandelskauffrau.

Der Willkommensbesuchsdienst ist Teil des Projektes „Frühe Hilfen“ des Landkreises, das es seit wenigen Monaten gibt. In der Region Güstrow war Martina Wittenberg vorerst die einzige, die sich dafür beworben hatte. Ansonsten gibt es noch zwei Mitstreiter im Doberaner Bereich. Bisher war Martina Wittenberg vor allem auf dem Land im Landkreis unterwegs. Den Müttern wird das Angebot per Brief zugeschickt. Ihnen bleibt es letztlich selbst überlassen, dieses anzunehmen und sich so umfassend über Angebote und Hilfen für junge Eltern im Landkreis zu informieren.

Nicole Dobberitz war überrascht, als sie den Brief erhielt. „Aber ich finde es klasse, dass es so etwas gibt“, sagt sie. Vielleicht sind nicht alle Kinder so pflegeleicht wie Jamie Samira. Oder andere junge Mütter haben ihre Eltern nicht in der Nähe, die sie in besonderen Situationen gleich fragen könnten. Martina Wittenberg ist selbst Mutter zweier inzwischen erwachsener Kinder und weiß, wie wichtig helfende Hände oder ein guter Rat bei einer Geburt sein können. „Wer keine Großeltern in der Nähe hat, der kann zum Beispiel auch vom ,Welcome-Projekt’ profitieren“, informiert sie. Von Mutter-Kind-Gruppen über Beratungen bis hin zu Angeboten der Krankenkassen reicht das Informationsmaterial. Und wenn eine Mutter die Informationen zwar haben, aber nicht zu Hause besucht werden möchte, trifft sich Martina Wittenberg mit ihr auch gern an einem anderem Ort.

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