Güstrow : Wildschweine werden zum Problem

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Im Bereich des Kreisjagdverbandes Güstrow wurden im vergangenen Jagdjahr mit insgesamt 6457 Wildschweinen 2000 Tiere mehr geschossen als im Vorjahr. Doch diese Zahl reicht immer noch nicht aus.

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21. Mai 2013, 11:27 Uhr

Güstrow | Im Bereich des Kreisjagdverbandes Güstrow wurden im vergangenen Jagdjahr mit insgesamt 6457 Wildschweinen 2000 Tiere mehr geschossen als im Vorjahr. Doch diese Zahl reiche immer noch nicht aus, so Nils Kempcke, Vorsitzender des Kreisjagdverbandes auf der Delegiertenkonferenz am Freitagabend. "Wir haben ein Wildschweinproblem im Altkreis Güstrow", sagte er vor den knapp 100 versammelten Jägern im Bürgerhaus Güstrow.

Obwohl mehr Wildschweine als Rehe geschossen worden seien - ein Novum - gebe es immer noch zu viele. "Da sind Wildschäden programmiert", blickt er auf das neue Jagdjahr. "Wir müssen große Anstrengungen unternehmen, um die Wildschweinpopulation im Altkreis Güstrow weiter zu dezimieren. Jeder Jäger muss sich darum bemühen." Die Schweine hätten gerade Nahrung im Überfluss. Durch die Eichen- und Buchenmast hätten sie dieses Jahr zudem noch eine zusätzliche Nahrungsquelle. Auch die anderen Landkreise im Nordosten würden mit einem Wildschweinproblem kämpfen, so Kempcke.

Die in 17 Hegeringen im Kreisjagdverband Güstrow organisierten rund 900 Jäger haben vergangenes Jahr zudem eine hohe Zahl von Waschbären erlegt. Dieses für die heimischen Wälder ursprünglich fremde Raubwild nehme immer mehr zu, sagt Kempcke. 254 Waschbären wurden geschossen, im Vorjahr nur 96. Zudem wurden 635 Marderhunde, die aus Ostasien kommen, erlegt.

Laut Kempcke leidet der Kreisjagdverband an Überalterung. "Deshalb wollen wir die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen verstärken", kündigt er an. Jeder Hegering solle sich eine Zusammenarbeit mit einer Kita oder einer Grundschule suchen.

2014 will der Kriesjagdverband einen Kreisjägertag in Tellow veranstalten.

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