Wildschäden : Wildschweine durchwühlen Friedhof und Gärten

Durch Lücken im Zaun kommen die Wildschweine auf den Friedhof. Auch Duftstoffe (grüne Stange), mit denen Michael Hardegen (l.) und Karsten Melle die Tiere vergrämen wollen, helfen nicht.
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Durch Lücken im Zaun kommen die Wildschweine auf den Friedhof. Auch Duftstoffe (grüne Stange), mit denen Michael Hardegen (l.) und Karsten Melle die Tiere vergrämen wollen, helfen nicht.

Hohen Sprenz: Jäger und Mitglieder des Vereins „Uns Dörpkirch“ beseitigen Wildschäden. Schweine schwimmen sogar durch See.

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02. April 2017, 21:00 Uhr

Wie bei der Tagung des Landesjagdverbandes am Wochenende in Linstow kritisiert, wird die rasant gewachsene Wildschwein-Population immer mehr zu einem Problem. Das spüren auch die Hohen Sprenzer. Zahlreiche Gärten und sogar der Friedhof wurden jüngst von Wildschwein-Rotten umgewühlt. „Die Population explodiert. Es ist schwierig, das Problem in den Griff zu bekommen“, sagt Michael Hardegen vom Förderverein „Uns Dörpkirch“ und Jäger in Hohen Sprenz. Mit schwerer Technik rückten er sowie weitere Vereinsmitglieder und Jäger am Sonnabend an, um die gröbsten Schäden auf dem Friedhof zu beseitigen.

„Die Schweine schwimmen sogar durch den Hohen Sprenzer See, an den der Friedhof grenzt“, sagt Karsten Melle, Vorsitzender des Fördervereins und ebenfalls Jäger. „Im Dorf oder auf dem Friedhof ist Jagen aber verboten“, schiebt er hinterher. Er hat bereits versucht, die Tiere mit Duftstoffen an der Friedhofsgrenze zu vergrämen. „Das hält aber nicht lange.“ Nun soll der Zaun geflickt werden, durch den die Wildschweine immer wieder durchkommen. „Wir schießen pro Jahr zwar 30 bis 40 Stück in Hohen Sprenz, aber das deckt den Zuwachs nicht ab“, sagt Melle, der auch 2. Vorsitzender des Hegerings Weitendorf ist.  

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