Umweltbildung : Wildpark: Hilfe für das „grüne Klassenzimmer“

Mit einer neuen Werbekampagne wollen Marketing-Leiterin Maren Gläser, Parkleiter Klaus Tuscher und Mitarbeiterin Marianne Tuscher (v.l.) den neuen Namen „Wildpark MV“ bekannt machen.
Mit einer neuen Werbekampagne wollen Marketing-Leiterin Maren Gläser, Parkleiter Klaus Tuscher und Mitarbeiterin Marianne Tuscher (v.l.) den neuen Namen „Wildpark MV“ bekannt machen.

Bildungsministerium MV stellt Fördergelder für zusätzliches Lehrpersonal in der Umweltbildung in Aussicht

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22. Juli 2015, 06:00 Uhr

Das Bildungsministerium MV baut die Förderung außerschulischer Lernorte wie Museen und Zoos aus. Sie bekommen halbe oder ganze Lehrerstellen zugewiesen. Vom kommenden Schuljahr an sollen dafür jährlich 450 000 Euro zusätzlich bereitstehen, informierte das Ministerium. Davon soll auch der Güstrower Wildpark profitieren. Ab dem Schuljahr 2015/2016 bekommen auch Einrichtungen mit besonders hohen Besucherzahlen eine zusätzliche Förderung, heißt es. „Dafür haben wir schon lange gekämpft“, sagt Klaus Tuscher, Leiter des Güstrower Wildparks. Es gehe um die Stärkung des außerschulischen Bereichs, des Unterrichts im „grünen Klassenzimmer“ im Wildpark selbst. „Die jetzige Entscheidung ist sehr positiv für uns. Wir brauchen zusätzliche Kräfte für die Umweltbildung, vor allem pädagogischen Fachkräfte, denn es kommen immer Schüler zu uns“, so Klaus Tuscher.

Schon lange konzentriert sich der Wildpark auch auf die Umweltbildung. Mehr als zehn Prozent der jährlich 160 000 Besucher im Wildpark sind mittlerweile Schüler, die hier in den Genuss eines praxisorientierten, fächerübergreifenden Unterrichts kommen. Im „grünen Klassenzimmer“ könnte Kindern und Jugendlichen ein „Erlebnisunterricht“ mitten in der Natur geboten werden, nicht so „trocken“ wie in der Schule, ist Tuscher überzeugt. „Der Bedarf ist groß. Es gibt Spitzenzeiten, wo viele Schüler auf einmal kommen. Das können wir allein mit unseren Kollegen vor Ort nicht mehr abdecken, weil die Stellen fehlen.“

Mit der jetzt angekündigten Förderung des Bildungsministeriums hofft Tuscher, mehr Stabilität in der Umweltbildung in Güstrow erreichen zu können. Allerdings seien die Aussagen bisher sehr vage. „Wir wollen jetzt erstmal abwarten, wie das konkret aussehen soll“, sagt der Leiter des Wildparks.  

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