„Villa Kunterbündnis“ steht nicht vor Aus : Wilde Gerüchte um „Kunterbündnis“

Am Rande des Forums im Gespräch:  Dittmar Brandt, Kritzmow,  Angelika Blümecke, Dummerstorf, sowie die Güstrower Karen Larisch und Sven Sauer.
Am Rande des Forums im Gespräch: Dittmar Brandt, Kritzmow, Angelika Blümecke, Dummerstorf, sowie die Güstrower Karen Larisch und Sven Sauer.

Leiterin Karen Larisch dementiert in der SVZ / Standort in Enger Straße in Güstrow gesichert / Arbeit läuft auch kommendes Jahr weiter

svz.de von
10. Dezember 2013, 08:00 Uhr

Dem sozialen Zentrum „Villa Kunterbündnis“ und damit dem Familienbündnis Güstrow droht das Aus, Mitarbeiter und Geschäftsräume in der Engen Straßen 1 wurden gekündigt – das sind zurzeit die heftigsten Gerüchte in Güstrow, mit denen sich Leiterin Karen Larisch immer wieder auseinandersetzen muss. „Das nervt“, sagte sie gestern auf SVZ-Nachfrage und entkräftete das Gerede. „Diese Gerüchte haben nichts mit unserer täglichen Arbeit zu tun, die weiter läuft wie immer. Die Villa und das Familienbündnis stehen nicht vor dem Aus!“

Dennoch, die Räume in der Engen Straße, wo die „Villa Kunterbündnis“ ihren Sitz an, wurden gekündigt. „Das ist eine Vorsichtsmaßnahme, weil die Fördermittel für zwei Projekte Ende des Jahres auslaufen“, schildert Karen Larisch. Geld für neue Projekte fehle noch, die Förderperiode sei zu Ende. „Im Januar geht es aber nahtlos weiter. Es wird uns weiter geben. Wir haben lediglich Probleme wie alle anderen Träger auch: die Fördergelder werden immer weniger. Es ist das jährliche Spiel mit der Finanzierung“ Auch der Standort in der Engen Straße solle aufrechterhalten werden. Die Kündigung werde am 1. Januar rückgängig gemacht.

Mittlerweile stehe die Finanzierung für das kommende Jahr, nur ihre Personalstelle sei noch offen. „Wir haben eine Finanzierung gefunden, die unsere Fixkosten deckt“, sagt Karen Larisch. Auch für ihre Stelle ist sie hoffnungsvoll: „Das Sozialministerium hat bestätigt, dass die Lokalen Bündnisse in MV weiter gefördert werden sollen. Aber wann das erste Geld fließt, weiß zurzeit niemand.“ Immer zum Ende der Förderperiode müsse sie sich arbeitslos melden, bis dann im kommenden Jahr alles von vorne losginge. Vieles sei noch in der Schwebe. Eine unbefriedigende Situation, trotz Hunderter Anträge, die Karen Larisch über das ganze Jahr schreibt. „Aber so ist das immer. Da habe ich mich schon dran gewöhnt.“ Dennoch sei es schwierig, da es nie Planungssicherheit gebe. Es sei ein ständiger Kampf.

Mit der neuen Förderperiode ab Januar werde es neue Projekte in der „Villa Kunterbündnis“ und wieder neue Anträge und Verträge über die Förderung geben. „Das machen alle Träger so“, sagt Karen Larisch. Auch in den Räumen in der Engen Straße ist sie zufrieden. Gedankenspiele gebe es aber auch für ein Begegnungszentrum in der Innenstadt. „Dafür muss man wieder eine Extra-Finanzierung beantragen“, sagt sie.

Das Güstrower Bündnisses für Kinder- und Familienfreundlichkeit wurde 2007 ins Leben gerufen. Am 1. Januar 2012 hat das Güstrower Familienbündnis die „Villa Kunterbündnis“ errichtet. Die Villa bewirbt alle Angebote der Partnervereine des Bündnisses, bietet eigene Angebote an und organisiert die Not- und Randzeitenbetreuung für die Stadt Güstrow. Im Januar 2011 hat das Bundesfamilienministerium das Notfallbetreuungsprogramm des Güstrower Bündnisses im Rahmen des Ideenwettbewerbs „Unterstützungsnetzwerke für Berufstätige mit Schulkindern“ ausgezeichnet.

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