zur Navigation springen
Güstrower Anzeiger

23. November 2017 | 14:28 Uhr

Gross Raden : Wikinger zum Anfassen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Im Freilichtmuseum Groß Raden zeigt Lioba Pjotrsdotir mit ihrer Familie Leben im Frühmittelalter

Die hellen Zeltbahnen, Rauch, der aus den Töpfen über dem Lagerfeuer qualmt, Tjorgen Rudolfson, wie er schnitzt, schmiedet oder Bronzegefäße herstellt: All das können Kinder und Erwachsene im Wikingerlager im Archäologischen Freilichtmuseum in Groß Raden noch in den Ferien erleben. „Wir zeigen ein Wikingerlager zum Anfassen. Die Leute sprechen wir an, auch in humorvoller Art und sie machen mit. Zu unserer kleinen Tochter Mila, die erst acht Monate alt ist, sagen wir dann, du brauchst nicht so große Augen zu machen und so zu schauen, wie die anderen Leute angezogen sind. So sieht es erst in einem viel späteren Jahrhundert aus“, erzählt Anja Jäkel. Als Wikingerfrau nennt sie sich Lioba Pjotrsdotir. Gemeinsam mit ihrem Mann Guido und ihrem Vater Peter Welschhoff hat sie vor drei Wochen ihr Lager aufgeschlagen nahe der Slawenburg im Freilichtmuseum in Groß Raden.

Erlebte Geschichte zum Anfassen, das ist es, was alle Winkingerfreunde den Besuchern im Freilichtmuseum nahe bringen wollen. „Wir sind seit zwei Wochen hier und zeigen ebenfalls verschiedene Handwerksarten“, sagt Sigrun Schmidt, die mit Mann Gerhard Wikingergeschichte lebt. Sie erzählen, dass vor allem die Kinder Fragen stellen nach dem Essen, ob es schmeckt, ob die Kleidung kratzt oder wo die Toiletten sind. „Wir beantworten alles gerne und laden sie ein, zu schauen und zu probieren“, so Tjorgen Rudolfson, der am Wikingerboot „Bjeloe Con“ Ruderpinne und Takelage ausbessert. Für das Freilichtmuseum schnitzt er aus Eschenholz eine große Holzkelle. Wer den Wikingern über die Schulter schauen will, kann das täglich im Archäologischen Freilichtmuseum in Groß Raden bei Sternberg.



zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen