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Hilfe für Weissrussland : Wieder Spendentour nach Pinsk

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Trotz vollem Lager weiter Spenden zur Hilfe in Weißrussland erwünscht / Vor allem noch Kinderrollstuhl gesucht

Noch gut eine Woche, dann ist es soweit: Wieder einmal gehen am 13. Juni vier Mitglieder des Freundeskreises Pinsk und des DRK-Kreisverbandes Güstrow von Bützow aus auf Spendentour in die weißrussische Stadt Pinsk.

Wie schon seit Jahren wollen sie dort Hilfe leisten in dem Land, in dem das Leben durch die Krise in der Region nach härter geworden ist. „Die Lebensmittelpreise dort sind so extrem gestiegen, dass auch einfache Dinge kaum noch zu bezahlen sind“, sagt Michael Dinnebier. Er hat vor Jahren die Hilfsfahrten mit Unterstützung des DRK-Kreisverbandes Güstrow ins Leben gerufen und wird auch diesmal wieder in seinem Urlaub die weite und beschwerliche Reise auf sich nehmen. Erster Anlaufpunkt für die Helfer aus Bützow und Güstrow ist die Sozialstation des Weißrussischen Roten Kreuzes, mit der zusammen die Verteilung der Hilfsgüter erfolgt. „Wir haben unser Lager schon wieder voll mit Hilfsgütern“, sagt Michael Dinnebier. Und zeigt auf die Rollstühle und Rollatoren, die in Altenheimen dringend gebrauchten Inkontinenz-windeln und das andere, das von Bürgern und Einrichtungen gespendet wurde. „Jetzt sind wir dabei, Lebensmittel zu sammeln.“ Auch an Schokolade und Kaffee kann es nicht genug werden, ist dies doch für die meisten Familien in Pinsk unerschwinglich. „Über die Spende von Kaffee und sei es nur ein Pfund, würden wir uns freuen. Denn so könnten wir das Geld dafür sparen und mehr Lebensmittel vor Ort kaufen oder im Kinderheim weiterhelfen“, sagt Dinnebier. „Vor allen aber fehlt uns trotz massiver Suche immer noch ein gebrauchter Kinderrollstuhl“, betont er.

Auch der Besuch des kleinen Mädchens, die durch eine verunreinigte Spritze schwerstbehindert wurde, ist wieder geplant. „Wir übergeben eine Spende von Familie Freiwald aus Rühn und helfen so der Familie mit diesem Kind bei der weiteren medizinische Behandlung.“ Doch werden die vier Männer des Hilfstransportes auch wieder praktische Hilfe vor Ort leisten. Geplant ist unter anderen der Bau einer Überdachung für die Auffahrt eines Behinderten – das Material dazu wird vor Ort organisiert. „Um die neu gegründete Behindertengruppe zu unterstützen, werden wir etwa 20 Mitglieder einladen, einige Rollatoren und Rollstühle übergeben, sie mit Kaffee und Kuchen bewirten und jedem eine Lebensmittelspende überreichen. Alleine diese kleine Geste hilft diesen Behinderten ein ganzes Stück weiter und sie vergessen für kurze Zeit ihre Nöte und Leiden“, sagt Michael Dinnebier. Die Helfer würden sich über jede weitere Spende für Pinsk freuen, betont er. Ansprechpartner dafür sei er selbst unter der Telefonnummer 0171/3067459 und 03 84 64/2 02 41 oder Karin Rhein vom DRK unter 03 84 61/23 35.




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