Verkehr auf dem Inselsee : Wieder "Schiff ahoi!" ab Güstrow

 Vier Passagiere wollten gestern die Premierenfahrt erleben. Die meisten führte die Neugier an den Anleger. Betreiber Sven-Erik Muskulus (l.) und Kapitän Dieter Rist (2.v. r.) waren trotzdem nicht enttäuscht. 'Der Anfang ist gemacht. Das ist wichtig', meinten sie.hans-jürgen kowalzik (4)
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Vier Passagiere wollten gestern die Premierenfahrt erleben. Die meisten führte die Neugier an den Anleger. Betreiber Sven-Erik Muskulus (l.) und Kapitän Dieter Rist (2.v. r.) waren trotzdem nicht enttäuscht. "Der Anfang ist gemacht. Das ist wichtig", meinten sie.hans-jürgen kowalzik (4)

Nach mehreren Jahrzehnten gibt es in Güstrow wieder einen Boots-Linienverkehr von der Stadt zum Inselsee. Der Kutter "Hermann Schröder" fährt bis September nach einem festen Zeitplan über den See.

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10. Mai 2013, 07:23 Uhr

Güstrow | Nach rund 40 Jahren - damals war es das Motorschiff "Freundschaft" - gibt es in Güstrow seit gestern wieder einen Boots-Linienverkehr von der Stadt zum Inselsee. Immer freitags (eine Tour) und sonntags (zwei Touren) wird der Inselseekutter "Hermann Schröder" von Mai bis September nach Fahrplan vom Fährhaus zum Klubhaus am Inselsee und zum Kurhaus schippern. Damit wird das seit vier Jahren bestehende Angebot für eine Bootstour auf dem Inselsee um eine weitere Facette bereichert. Gleichzeitig entstand mit dem Bau des Bootsanlegers und zuvor mit dem Errichten des Spielschiffes eine einladende Eingangssituation der Stadt. "Für den Verein Wasser in Güstrow als Initiator ist das ein Höhepunkt im Vereinsleben. Und damit sind für uns die wichtigsten Ziele des Vorhabens Erlebnisvielfalt Inselsee, den See in das Bewusstsein der Güstrower zu rücken und die historische Schifffahrt auf dem Inselseekanal und dem See zu beleben, erreicht", sagte Hans-Andreas Reincke, der Vereinsvorsitzende, gestern.

"Stand wie bei allen Vorhaben das Konzept am Anfang und waren die Fahrten für jedermann mit dem Kutter Hermann Schröder ab 2009 die Initialzündung", erinnerte Reincke, "wurde durch die Zusammenarbeit der Inselsee-Kommunen Güs trow, Gutow und Mühl Rosin, des Wasser- und Bodenverbandes Nebel und des Vereins auch eine bedeutende Aufwertung der Wasserqualität und der Infrastruktur erreicht." Viele hätten sich, lobte Reincke, mit historischen Unterlagen und durch Spenden an dem Projekt, das auch von den Ämtern unterstützt worden sei, beteiligt. Beispielhaft für die Bürgerbeteiligung sind für ihn die Spenden, die den Bau des Spielschiffes am ehemaligen Fährhaus ermöglichten. Und private Initiative sei weiter gefragt, betonte Reincke mit Blick auf den immer noch geplanten, aber finanziell in Frage gestellten Bau des Fährhauses.

Sven-Erik Muskulus, Betreiber der Linie, freut sich, dass es mit dem "kleinen Linienverkehr" gestern losging. "Wir wollen Erfahrungen sammeln, für die Linie werben und Güstrower und Touristen überzeugen, dass sie mitfahren." Dass gestern mehr Neugierige als Passagiere an den Anleger kamen, wertet er nur als kleine Enttäuschung. "Wichtig ist wirklich, anzufangen", betont der Unternehmer. An allen Stationen kann man aus- und zusteigen. Muskulus bietet einen Fahrradtransfer, wenn die Rücktour nicht auf dem Wasser erfolt. Außerdem kann man mit dem Stadtbus nach Güstrow zurückfahren.

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