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Pilzausstellung im Nup : Wieder Hoffnung für Pilzsammler

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Pilzsaison kommt in Fahrt: Rund 140 Arten wurden auf einer Pilzausstellung im Nup gezeigt. Nach miesem Start könnte die Pilzsaison nach dem Regen noch in Fahrt kommen.

svz.de von
erstellt am 07.Okt.2012 | 07:07 Uhr

Güstrow | Es ist noch nicht zu spät. Zeigte sich die Pilzsaison in diesem Jahr bisher eher als Reinfall, so registrieten Armin Busse aus Krakow am See und Christoph Kretschmer aus Teterow bereits in den vergangenen zwei Wochen einen für sie erfreulichen Aufwärtstrend. Nach dem Regen der vergangenen Tage könne es nur noch besser werden, meinen die beiden Pilzberater. "Dazu muss es gar nicht unbedingt wärmer werden. Die Feuchtigkeit reicht aus", sagt Christoph Kretschmer. Beide hatten am Wochenende im Natur- und Umweltpark (Nup) eine Pilzausstellung aufgebaut und beantworteten bereitwillig alle Fragen zu den kulinarischen Schätzen aus Wald und Flur, aber auch zu den Gefahren.

Beratertätigkeit seit 43 bzw. 48 Jahren

Auf roten Kärtchen standen die Namen der Giftpilze, voran die Knollenblätterpilze. Die Farbe Geld stand für Ungenießbarkeit, Grün für die Speisepilze. "Wir sind selbst erstaunt, das rund 140 Arten zusammengekommen sind", sagt Armin Busse. Beide Pilzberater, aber auch Mitarbeiter des Nup hatten sie gesammelt. Nicht jeden Pilz konnten die beiden ausgesprochen Kenner - Christoph Kretschmer ist seit 43 und Armin Busse seit 48 Pilzberater - der Materie mit Sicherheit bestimmen. Zu viele Varianten einer Art gebe es, da sei es schwierig. "Es gibt allein 37 Champignons, bei uns wachsen 22", nennt Christoph Kretschmer ein Beispiel. Wie es sich für einen Pilzberater gehört, mahnt er Sammler genau hinzuschauen und bei Unsicherheiten nachzufragen. "Dazu sind wir da", fügt Armin Busse hinzu. Zu verhindern, dass Menschen sich mit Pilzen vergiften, das sei die Aufgabe der Berater.

Generell empfehlen beide Pilze eher im Wald zu sammeln. Straßen- und Feldränder sowie intensiv bewirtschaftete Wiesen würden beide meiden. "Dünger, Gülle und Herbizide werden von den Pilzen aufgenommen und können sie unbekömmlich machen", erklärt Christoph Kretschmer. Birkenpilze, so fügt Armin Busse hinzu, würden gern am Straßenrand wachsen. Man sollte auf deren "Ernte" jedoch verzichten.

Beiden altgedienten Pilzberatern gemeinsam ist, dass sie sich auf keinen Lieblingspilz festlegen mögen. "Am besten schmecken Gerichte mit verschiedenen Pilzen", betont der Teterower. Sein Krakower Kollege kombinierte jüngst u.a. Stein- und Birkenpilze mit Maronen.

Besonders die Steinpilze hätten neben anderen in diesem Herbst besonders lange auf sich warten lassen. Dafür, so hebt Christoph Kretschmer hervor, gebe es mitunter besonders große Exemplare. "Und sie sind dieses Jahr nicht madig", fügt Armin Busse hinzu.

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