zur Navigation springen

Schlechte Radwege in Güstrow : Wieder ein Streich gegen die Radler

vom

"Heißer Draht": Schlechte Radwege führen in Güstrow immer mehr dazu, dass Gehwege und jetzt sogar stark befahrene Straße für Radler freigegeben werden müssen. Der Fischerweg ist das beste Beispiel dafür:

svz.de von
erstellt am 01.Okt.2012 | 06:37 Uhr

Güstrow | Die endlose Geschichte des Radweges oder Nicht-Radweges (wir berichteten) in der Liebnitzstraße beschäftigt unsere Leser weiter. Im "Heißen Draht" schreibt Ralf Buchner: "Es ändert sich nichts am Status des ,Radweges’, sondern der Fußweg wird für Radfahrer frei gegeben. Alles unter dem Mantel des Geldmangels. Es ist kein offizieller Radweg, aber dieser nicht vorhandene Weg neben der Straße wird im Winter vom Schnee befreit, im Sommer wird der Weg gereinigt und er wurde in diesem Jahr sogar mit Asphalt ausgebessert. Alles Gelder, die für einen inoffiziellen Weg ausgegeben werden. Seltsam, es ist dann doch Geld da."

Für Ralf Buchner gibt es aber schon wieder den nächsten Streich. Seit kurzem endet der Fuß- und Radweg an den letzten Häusern des Fischerweges Richtung Inselsee. Buchner: "Wer nun den Weg zur ,Erlebnisvielfalt Inselsee’ nutzen möchte, soll nun auch noch die einspurige, ca. 250 Meter lange Fahrbahn, auf der 50 km/h gefahren werden darf, benutzen können." Das trifft auf Radfahrer, Fußgänger, Eltern mit Kinderwagen, Kinder mit Rollern, aber auch für die Bewohner des Alten- und Pflegeheims z.B. mit Rollstühlen oder Rollatoren zu. "Vielleicht würden wir den Irrsinn ja auch noch verstehen, wenn wir als Bürger oder Wähler informiert werden würden. Denn z.B. auf der offiziellen Homepage der Barlachstadt Güstrow ist dazu nichts zu finden. Sicherlich fehlen wieder Fördergelder (wie immer), um diesen Weg zu säubern und auszubessern. Nur für das Entfernen des alten und das Anbringen der sechs neuen Schilder, war Geld vorhanden", kritisiert unser Leser.

Bürgermeister Arne Schuldt erklärt dazu auf SVZ-Nachfrage: "Mit dem Schild Richtung Inselsee ist der Benutzerzwang aufgehoben. Damit kann sich der Benutzer dieses Abschnittes des Fischerweges aussuchen, wo er sich am sichersten fühlt." Im gleichen Zusammenhang gibt Schuldt zu, dass dieser Teil des Fischerweges und weiter die Strecke Richtung Pfahlweg zu den schlechtesten städtischen Wegen gehört. Zumindest der zuletzt genannte Weg wird wie auch der Weg zum Reitplatz Sumpfsee (wir berichteten in einem weiteren "Heißen Draht") erst im Frühjahr von der Stadt instandgesetzt. Eine endgültige, zufrieden stellende Lösung werde, bestätigt der Bürgermeister, erst gefunden, wenn der 3. Bauabschnitt der "Erlebnisvielfalt Inselsee" realisiert wird. Für 2013 ist das Geld für die Planung eingestellt. Notwendig sind aber vor allem Fördermittel für den Bau. Hier ist die Stadt aber noch weit von einem Zuwendungsbescheid entfernt, so dass ein vernünftiger Fischerweg und Weg an den Bootshäusern noch lange in den Sterne stehen wird.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen